Spezialambulanz für Botulinumtoxin, Dystonie und Spastik

Leitung: Prof. Dr. med. P. Albrecht

Stellvertretung: PD Dr. med. J.-I. Lee

 

Standort: MNR-Klinik (Gebäude 13.51), Haus 1, Erdgeschoss Süd

Anmeldung per FAX für ärztliche Kolleg*innen

Privatpatienten nutzen für die Anmeldung bitte unsere Privatambulanz.

Die Ambulanz für Botulinumtoxin der Neurologischen Klinik am UKD ist eine der größten ihrer Art in Deutschland, mit ~1200 Patient*innen pro Jahr.

Zur Behandlung von überaktiven Muskeln (Dystonie oder Spastik), übermäßiger Schweißsekretion (Hyperhidrose) und übermäßiger Speichelsekretion (Hypersalivation) oder vermehrter Speichelansammlung im Mund erfolgt die Injektion von Botulinumtoxin A. Darüber hinaus stellt die Botulinumtoxin-Therapie auch bei chronischer Migräne eine Behandlungsoption dar. Mehr Informationen zu unserer Migränesprechstunde finden Sie hier.

Die Leiter der Ambulanz, Professor Dr. Philipp Albrecht und Privatdozent Dr. John-Ih Lee, sind Mitglieder des Arbeitskreis Botulinumtoxin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und für die Botulinumtoxintherapie in allen neurologischen Indikationen zertifiziert. Die Ambulanz und ihre Mitarbeiter*innen sind national und international anerkannte Expert*innen und an mehreren nationalen und internationalen Multicenter-Medikamente-Studien beteiligt.

Im Rahmen des SpasNet Projekts besteht ein regelmäßiges, regionales, multidisziplinäres Fortbildungsangebot und die Möglichkeit für externe Ärzt*innen in der Ambulanz zu hospitieren. Darüber hinaus bieten Prof. Dr. Albrecht und PD Dr. Lee regelmäßig auch überregionale Fortbildungsveranstaltungen an.

Unser Angebot:

Zu den typischen Behandlungsindikationen gehören im Einzelnen:

  • Hemispasmus facialis (unwillkürliche einseitige Gesichtszuckungen)
  • Blepharospasmus (unwillkürliches Augenzukneifen)
  • Dystonien
    • zervikale Dystonie, Torticollis spasmodicus (der Schiefhals)
    • umschriebene fokale Dystonien, wie Schreibkrampf, Fingerdystonie, Fuß- und Beindystonie
  • Hyperhidrose (Schweiß-Überproduktion)
  • Hypersalivation (vermehrte Speichelproduktion)
  • Muskuläre Spastik (Verkrampfung) z.B. nach Schlaganfall
  • Infantile Cerebralparese
  • Chronische Migräne
  • Weitere Indikationen im Einzelfall

Die Injektion erfolgt üblicherweise im Dreimonatsrhythmus, sodass im Jahr in der Regel vier Behandlungen durchgeführt werden. Nach Bedarf nutzen wir hierbei moderne Verfahren zur Zielkontrolle wie Ultraschall, EMG und Elektrostimulation (guided injection).

Behandelt wird ausschließlich innerhalb der zugelassenen Indikationen (On-Label) oder nach schriftlicher Zusage zur Kostenübernahme seitens der Krankenkasse außerhalb der zugelassenen Indikationen (Off-Label).

Für die Vorstellung in der Ambulanz ist eine Überweisung von einem Neurologen/einer Neurologin oder Nervenarzt/Nervenärztin erforderlich.

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