Termine / Veranstaltungen

An dieser Stelle werden Termine zu Veranstaltungen (Schulungen, Trainings, etc.) zeitnah veröffentlicht. Sollten Sie Interesse an einer der im Rahmen des in:Fo-Projekts angebotenen Schulungen / Trainings habe, wenden Sie sich gerne jederzeit an uns. Einige der Termine können leider nicht für Interessierte von außerhalb geöffnet werden, bei einer entsprechend großen Zahl an Interessenten bemühen wir uns aber um die Abstimmung weiterer Termine.


Trainings- / Schulungstermine für Mediziner*innen "Patient*innen mit Foltererleben erkennen"

  • 26.04.2019, 10 - 13 Uhr: Erstaufnahmeeinrichtung Bonn (intern)
  • 21.05.2019, 14 - 17 Uhr: Erstaufnahmeeinrichtung Köln (intern)

Schulung für Sprachmittler*innen "Sprachmittlung bei medizinischen Untersuchungen und bei Rechtsmedizinischer Begutachtung"

  • 12.02.2019, 10 - 13 Uhr

Fortbildung zur Untersuchung und Dokumentation von Folter

  • 13. - 16.11.2019 in der Aesculap Akademie in Bochum.

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum bietet auch in diesem Jahr wieder eine Fortbildung zur Untersuchung und Dokumentation von Folterfolgen in Kooperation mit dem Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf, der LVR Interkulturellen Ambulanz, dem Psychosozialen Zentrum Düsseldorf, der Bundesarbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) und dem International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT)an.

Viele der Menschen, die in den vergangenen Jahren als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, haben in ihren Herkunftsländern, auf der Fluchtroute oder auch nach ihrer Ankunft in Europa Gewalt in Form von Krieg, systematischen Menschenrechtsverletzungen, Folter, Misshandlungen, sexualisierter Gewalt erlebt.  Als Überlebende, die oftmals einen hohen Grad an Traumatisierung oder auch körperliche Spuren der Gewalt aufweisen, gehören sie zu der Gruppe der besonders Schutzbedürftigen. Als solche haben sie nicht nur ein Recht auf Rehabilitation, sondern auch auf eine professionelle Dokumentation der Folgen dieser Gewalt.

Das Istanbul Protokoll, welches von der UN als Dokumentationsstandard für Folterfolgen angenommen wurde, setzt genau hier an. Eine interdisziplinäre Begutachtung von Folterfolgen durch Psycholog*innen, (Rechts-) Mediziner*innen und Jurist*innen kann Flüchtlinge als Überlebende in ihren Asylverfahren unterstützen, als solche anerkannt zu werden. Darüber hinaus bietet das Istanbul Protokoll auch die Möglichkeit, mit Hilfe einer gerichtsfesten Dokumentation Folter und Misshandlung zu beweisen und die Täter strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Das Expert*innentraining richtet sich an Psycholog*innen, (Rechts-)mediziner*innen und Jurist*innen, die sich in der interdisziplinären Begutachtung von Folterfolgen fortbilden möchten. Neben dem Istanbul Protokoll werden auch die Standards zur Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen (SBPM) berücksichtigt.

Bei Interesse melden Sie sich bitte ab sofort verbindlich an unter anmeldung@mfh-bochum.de oder auf unserer Website www.mfh-bochum.de an. Die Teilnahmegebühr beträgt bis zum 30.06.2019 370 Euro, danach 450 Euro. Die ermäßigte Teilnahmegebühr beträgt 350 Euro.

Sollten Sie Fragen zu dem Expert*innentraining haben wenden Sie sich bitte an Tatjana Golinski unter t.golinski@mfh-bochum.de bzw. telefonisch unter 0234-58801240.

Genauere Informationen sowie das Programm finden Sie außerdem im Flyer zu der Veranstaltung.

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