iGOBSIS

Projekttitel

iGOBSIS:

Weiterführung des iGOBSIS-Konzeptes zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden Vertraulichen Spurensicherung (als „Krankenbehandlung" im Sinne der §§ 27, 137k SGB) in Nordrhein-Westfalen.


Stefanie Ritz-Timme Prof. Dr. med.  
Britta Gahr Dr. med. 0211/81-19364

MitarbeiterInnen

Ferhat Kiliç Arzt 0211/81-18198
Charline Pielenz Psychologin 0211/81-08901
Christine Schaffer Ärztin 0211/81-04058
Melanie Schröder Ärztin 0211/81-18198
Melanie Siegel Dipl. Soz.-Wiss. 0211/81-04058
n.n. InformatikerIn  
n.n. InformatikerIn  
n.n. Forensic Nurse  

Projektdauer

2022 - 2024


Projektfinanzierung

Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration gefördert.


Informationen

Die Grundidee hinter dem iGOBSIS-Konzept ist die Sicherstellung einer gerichtsfesten Dokumentation und Spurensicherung sowie die Verfügbarmachung rechtsmedizinischer Kompetenz (24/7) über den Ansatz eines „intelligenten Gewaltopfer-Befundsicherungs- und Informationssystems“ (iGOBSIS). Die iGOBSIS-Projekte fokussierten zunächst auf die sog. „Anonyme“ bzw. „Vertrauliche“ Spurensicherung bei weiblichen Betroffenen sexualisierter Gewalt, mittlerweile unterstützt iGOBSIS aber hunderte Ärzt*innen in ganz NRW generell bei der medizinischen Versorgung von Gewaltbetroffenen jeden Alters und Geschlechtes sowie nach jeglichem Gewalterleben, das körperliche Spuren hinterlässt. Der iGOBSIS-Ansatz bringt rechtsmedizinische Kompetenz in einem zentral–dezentralen Ansatz in die Fläche, der im Wesentlichen auf folgenden Säulen beruht (vgl. auch www.gobsis.de):

  • „Zentrale“ ist das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Düsseldorf. Das hier ansässige interdisziplinäre iGOBSIS-Team betreut ein mittlerweile umfangreiches Netzwerk aus Anlaufstellen für Vertrauliche Spurensicherung. Dieses Angebot besteht unabhängig von der Ambulanz des Institutes für Rechtsmedizin, deren ärztliche Personalbesetzung über einen von iGOBSIS separaten Dienst erfolgt.
  • Allen Netzwerkpartner*innen wird die - in Vorgängerprojekten bereits positiv evaluierte - webbasierte  Dokumentationsanwendung iGOBSIS zur Verfügung gestellt,
    die (1.) eine gerichtsfeste Dokumentation, die Spurensicherung wie auch den Transport von Proben zur Lagerung in einem rechtsmedizinischen Institut einfach, standardisiert und sicher ermöglicht sowie (2.) rund um die Uhr und an jedem Tag des Jahres rechtsmedizinische, telematisch basierte, fallbezogene Unterstützung gewährleistet.
  • Regelmäßige Schulungen (persönlich in Präsenz, persönlich-digital und über die kürzlich erstellte, von der Ärztekammer Nordrhein zertifizierte E-Learning-Plattform) sorgen für die Bildung und Aufrechterhaltung einer Grundqualifikation in den Netzwerk-Einrichtungen.
  • Für Pflegekräfte werden Fortbildungseinheiten zum Forensic Nursing entwickelt; nach Erfahrungen in der Schweiz trägt das Konzept der Forensic Nurses effizient zum Erhalt einer Grundqualifikation in Kliniken bei, insbesondere bei hoher Personalfluktuation im ärztlichen Bereich.

Dieses im Rahmen der bisherigen iGOBSIS-Projekte entwickelte Konzept liefert eine optimale Basis zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, flächendeckenden Vertraulichen Spurensicherung als „Krankenbehandlung“ im Sinne der §§ 27, 132k SGB in Nordrhein-Westfalen.


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