Erforschung von Rauschmitteln und Begleitstoffen in Körperflüssigkeiten und Gewebe

Cocain und Cocainverschnittstoffe

In Fällen von Intoxikationen, bei denen Cocainzubereitungen konsumiert worden sind, wird die Wirkung in der Regel der Droge selbst zugeschrieben, während mögliche Effekte der Verschnittstoffe unberücksichtigt bleiben. Diese Substanzen sind jedoch pharmakologisch aktiv und können die Wirkung des Cocains verstärken. Daher ist es von besonderem Interesse, diese Substanzen in Körperflüssigkeiten und Gewebe nachzuweisen und deren toxikologische Relevanz zu diskutieren.

 

 E-Mail:
Dr. rer. nat. Pawlik Evelynevelyn.pawlik@med.uni-duesseldorf.de

 

 


Hordenin

Das insbesondere in Gerste vorkommende Alkaloid Hordenin hat in der forensischen Toxikologie besondere Bedeutung als Marker für den Konsum von Bier erlangt. Durch den quantitativen Nachweis dieser Substanz in Blutproben können Rückschlüsse auf die aufgenommenen Mengen an Bier gezogen werden. Dies ist in Kombination mit der Bestimmung der Begleitalkohole für die Überprüfung von Nachtrunkbehauptungen relevant.

 

E-Mail:
Irina Steiner M.sc.              irina.steiner@med.uni-duesseldorf.de 

Leichentoxikologie

Bei forensisch-toxikologischen Untersuchungen an Gewebematerialien und Körperflüssigkeiten gilt es zu prüfen, ob Fremdstoffe (z. B. berauschende Mittel) die vor dem Ableben aufgenommen worden sind, indirekt oder direkt todesursächlich gewesen sein könnten. Zu diesem Zweck werden nicht nur die Fremdsubstanzen selber, sondern auch deren Metabolite in den Gewebeproben bestimmt. Die Nachweise lassen Rückschlüsse auf die Aufnahmezeit der Fremdsubstanz bzw. auf die Überlebenszeit nach dieser Aufnahme zu. Darüber hinaus können sie Hinweise auf ein mögliches Verteilungsmuster im Körper geben.

 

 E-Mail:
Dr. rer. med. Oliver Temmeoliver.temme@med.uni-duesseldorf.de

 

 

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