Wirbelsäulenchirurgie


Wirbelsäulenerkrankungen (Rückenbeschwerden)

In unserer Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie werden sämtliche Krankheitsbilder von allen Segmenten der Wirbelsäule (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule) mit jahrzehntelanger Erfahrung behandelt.

Die Grundlage jeder Behandlung ist zunächst das Ergründen der Ursache der Beschwerden! Durch die hohe Kompetenz nicht nur in der Behandlung von Beschwerden der Wirbelsäule, sondern auch von allen anderen Segmenten des Bewegungsapparates, können wir sicher abgrenzen, ob Ihre Beschwerden etwa von den Hüftgelenken, dem Iliosakralgelenk, der Schulter oder von der Wirbelsäule herrühren.

Bei der anschließenden Behandlung Ihrer Beschwerden wird zunächst eine konservative Therapie, ohne Operation, von uns angestrebt. Nur wenn die nicht operative Behandlung ausgeschöpft oder nicht sinnvoll ist, führen wir eine operative Versorgung durch.

Nicht - Operative Therapie von Rückenschmerzen

Die konservative Therapie wird wenn nötig stationär, mit modernen interdisziplinären Therapieansätzen multimodal durchgeführt. Infiltrationen (Spritzen) werden mit- und ohne Bildwandlerunterstützung (Röntgen) oder CT durchgeführt.

Operative Therapie

Die operative Versorgung erfolgt stets mit höchster Präzision und nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik:

Es wird standardisiert ein Navigationssystem eingesetzt, um für unsere Patienten die Präzision zu erhöhen und die Strahlenbelastung zu senken.

Operationen mit Beteiligung des Spinalkanals und der Spinalnerven werden in mikrochirurgischer Technik durchgeführt, und je nach Indikation erfolgen die Eingriffe in Endoskopischer Technik. Alle Eingriffe, bei denen es die Indikation zulässt, werden in minimalinvasiver Technik durchgeführt, um die Belastung der Patienten durch den Eingriff zu minimieren.

Unter anderem komplexe Deformitäten werden unter kontinuierlichem intraoperativem Neuromonitoring durchgeführt, um die Sicherheit für die Patienten zu maximieren.

Folgende Krankheitsbilder werden vor Allem behandelt:

Degenerative Erkrankungen (Verschleiß der Wirbelsäule), Spinalkanalstenosen

Es werden vor Allem minimalinvasive mikroskopische Verfahren durchgeführt, wenn möglich ohne das Einsetzen von Implantaten. Wenn eine Instrumentierung (Einsetzten von Implantaten) notwendig wird, werden bewegungserhaltende Operationen, etwa durch Implantation von Bandscheibenprothesen, bevorzugt durchgeführt. Wenn nötig werden einzelne Wirbelsäulensegmente miteinander verbunden. Dabei ist dann die exakte Planung mit Wiederherstellung der „Sagittalen Balance“ der Wirbelsäule entscheidend. Es handelt sich dabei um einen „Fingerabdruck“ der Wirbelsäule, der exakt rekonstruiert werden muss.

Bandscheibenvorfälle

Es werden minimalinvasive Verfahren in mikrochirurgischer Technik durchgeführt, wodurch postoperativ eine schnellstmögliche Erholung möglich wird.

Facettengelenksarthrosen (Verschleiß der Wirbelgelenke) und Arthrosen der Iliosakralgelenke (Kreuzdarmbein – Gelenk)

Die Behandlung erfolgt zunächst konservativ mit oder ohne Infiltrationen (Spritzen). Bei persistierenden Beschwerden ist eine minimalinvasive Denervation möglich.

Deformitäten der Wirbelsäule: Skoliosen und Kyphosen

International etablierte Therapiekonzepte werden, stets entsprechend dem aktuellen Stand der Forschung, angewendet: Je nach Schweregrad der Deformität erfolgt die Behandlung zunächst konservativ mit Krankengymnastik, ggf. zusätzlich mit einem speziell angefertigten Korsett.

Bei einer schweren Skoliose ist eine operative Versorgung möglich. Wenn die Operation noch im Wachstumsalter notwendig wird, ist eine Bewegungserhaltende Versorgung (ohne Versteifung der Wirbelsäule) mit einem sogenannten Vertebral Body Tethering (VBT) möglich. In anderen Fällen kann eine Versorgung mit Wachstumsstäben (Typ „Magec“) erfolgen oder, nach Wachstumsabschluss, eine dreidimensionale Korrektur der Deformität mit einer Spondylodese durchgeführt werden.

Die Operationen erfolgen alle unter kontinuierlichem intraoperativem Neuromonitoring und mit moderner Navigationstechnik, das VBT zusätzlich in Thorakoskopischer Technik.

Frakturen (Brüche) der Wirbelsäule durch einen Unfall oder infolge einer Schwäche des Knochens (zum Beispiel aufgrund einer Osteoporose)

Wenn möglich, werden die Frakturen konservativ ohne Operation behandelt. Wenn eine operative Versorgung notwendig wird, werden bevorzugt minimalinvasive und navigierte Techniken angewendet. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Analyse des Knochenstoffwechels, damit eine eventuell vorhandene Osteoporose adäquat behandelt werden kann. (siehe auch Endoprothetik und Osteologie) 

Spondylodiszitis (Entzündungen der Wirbelsäule mit Bakterien)

Die Behandlung erfolgt interdisziplinär, unter Anderem in Zusammenarbeit mit dem Mikrobiologischen Institut, gemäß den aktuellsten Behandlungskonzepten.

Tumore der Wirbelsäule

Die Behandlung der malignen Erkrankungen mit Beteiligung der Wirbelsäule erfolgt im Rahmen des Universitären Tumorzentrums (UTZ).

 


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