Kinder- und Neuroorthopädie


Prof. Dr. med. Bettina Westhoff

Leitende Ärztin Kinder- und Neuroorthopädie
Fachärztin für Orthopädie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Zusatzbezeichnungen: Spezielle Kinderorthopädie, Physikalische Therapie und Balneologie, Chirotherapie und Sportmedizin

Einer der klinischen und wissenschaftlichen Hauptschwerpunkte der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie liegt in der Behandlung von Kindern mit angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Jährlich werden über 2000 Kinder ambulant und ca. 500 Kinder stationär und operativ behandelt.

Schwerpunkte im Bereich der Kinder- und Neuroorthopädie sind

·       Hüfterkrankungen (u.a. Hüftreifungsstörungen [Hüftdysplasie, Hüftluxation], Morbus Perthes, Epiphyseolysis capitis femoris)

·       Fußfehlbildungen (u.a. Klumpfuß, Plattfuß)

·       Achsenabweichungen (u.a. O-Beine, X-Beine)

·       neuroorthopädische Probleme (insbesondere Kinder mit infantiler Zerebralparese, Spina bifida und Arthrogryposis)

·       Wirbelsäulendeformitäten

·       Tumore

Neben den sog. „Klassikern“ der Kinderorthopädie gibt es zahlreiche Veränderungen, die nur äußerst selten auftreten. Dazu zählen u..a seltene angeborene Skelettdeformitäten wie z.B. das Fehlen des Schienbeins (Tibiaaplasie) oder Wadenbeins (Fibulaaplasie) sowie das angeborene ausgerenkte Kniegelenk (Kniegelenkluxation); manche Erkrankungen betreffen auch das ganze Skelettsystem z.B. die kartilaginäre Exostosenkrankheit oder die Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta). Orthopädische Probleme können auch in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten wie z.B. bei M. Down und bei zahlreichen Stoffwechselerkrankungen. All diese Krankheitsbilder erfordern zur Behandlung spezielle Kenntnisse und eine umfassende Erfahrung, die wir Ihnen mit unserem Team bieten können.

Die Diagnostik erfolgt mit modernster Technik: Ultraschall, digitales Röntgen mit weitgehender Reduktion der Strahlenbelastung, sowie funktionelle Diagnostik in einem technisch aufwendig ausgestattetem Ganglabor. Die Kernspintomographie, CT- und PET-CT-Diagnostik erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Radiologie und interventionelle Radiologie.

Die Therapiekonzepte – sei es konservativ oder operativ – sind modern, entsprechen dem aktuellen Stand der Wissenschaft und werden an die jeweiligen Bedürfnisse des kleinen Patienten angepasst. Nach Operationen streben wir - wann immer möglich - eine frühe, funktionelle Behandlung an – ohne lange Ruhigstellungen im Gipsverband. Bei komplexen Erkrankungen werden die Konzepte mit den Kollegen der Kinderklinik abgesprochen.

Pro Woche werden 5 fachspezifische Sprechstunden durchgeführt. Die stationäre Betreuung der Kinder erfolgt im Allgemeinen bis zum 14. Lebensjahr auf unserer Kinderstation in der Kinderklinik, die älteren Jugendlichen werden auf der Erwachsenenstation im ZOM II untergebracht. Speziell ausgebildete Kinderkrankenschwestern sowie 3 Erzieherinnen betreuen unsere kleinen Patienten und kümmern sich vor allem auch um ihr seelisches und emotionales Wohl. Schulkinder, bei denen ein längerer Krankenhausaufenthalt erforderlich ist, erhalten Unterricht durch die Krankenhausschule.

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