Studienleiter


PD Dr. med. Dan Bieler

Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie

Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie


Mitarbeiter


Anne Neubert

Master of Science Global Health

Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

TraumaEvidence, DGU


Dr. med. Carina Jaekel

Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie


Dr. med. Sebastian Hempe

Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie

 


Lucas Hollenbeck

Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz

Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Wiederherstellungs- und Handchirurgie

 


Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit nach schwerem Trauma – LeAf Trauma

Zusammenfassung: In dem Projekt LeAf Trauma soll das Outcome von 1500 Schwerverletzten und deren Erfahrungen im intersektoralen Patientenpfad erfasst werden. Ziel ist es, aus den Erhebungen 6, 12 und 18 Monate nach Trauma sowie aus einer retrospektiven Analyse von Routine- und Versorgungsdaten der AOK Risikofaktoren zu identifizieren und zu quantifizieren, die die Lebensqualität und den Zeitpunkt des Wiedereintritts in das Arbeitsleben beeinflussen. Daraus sollen Empfehlungen und Maßnahmen für eine bessere Patientenversorgung abgeleitet werden – insbesondere für die interdisziplinäre, akutstationäre Behandlung.

Vorgehen: Es sollen für die Patientengruppe Schwerverletzte spezifische PREM (Patient reported experience measure) und PROM erstellt werden. In interdisziplinären Expertengruppeninterviews sowie strukturierten Patienteninterviews sollen die wesentlichen, in PREM und PROM abzubildenden Parameter entlang des Patientenpfades erarbeitet werden, um potentielle Risikofaktoren für die Lebensqualität und den Zeitpunkt der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit zu erheben. Um eine hohe Akzeptanz und Response-Rate im Follow-Up zu erreichen, soll eine kollektivspezifische Erhebungsmethodik erarbeitet werden. Für die zeitlich-inhaltliche Charakterisierung von Patientenpfaden und der Versorgungsrealität sowie Bewertung der Prädiktoren soll eine explorative, prospektive Studie an 1500 Schwerverletzten (MAIS ≥3; ISS ≥ 9) mit Erhebung einer Baseline und 3 Follow Up-Assessments 6, 12 und 18 Monate nach Trauma durchgeführt werden sowie in einem retrospektiven Ansatz der Routine- und Versorgungsdatensatz der AOK dahingehend ausgewertet werden.

Hintergrund: In Akutkliniken besteht eine erhebliche Wissenslücke zum langfristigen Outcome von Schwerverletzten, da nach der Behandlung häufig keine weiteren Kontakte zu den Patienten mehr bestehen. Durch das fehlende Feedback endet die Qualitätssicherung mit der Entlassung der Patienten und die Möglichkeiten der Verbesserung der Patientenversorgung beschränken sich auf die Bewertung des Entlasszustandes. Insbesondere bei Schwerverletzten ist jedoch von einer langwierigen Erholungsphase auszugehen, bei der die akutstationäre Behandlung am Anfang einer langen Behandlungskette steht. Bereits durchgeführte Outcome-Studien beleuchten punktuell einzelne Fragestellungen. Die Darstellung der Versorgungsrealität Schwerverletzter während der gesamten Rekonvaleszenz jedoch, ist bisher ausstehend. Der Patientenpfad ist von Sektorenübertritten und der Beteiligung vieler Disziplinen an den medizinischen Leistungen geprägt. Auch tragen neben dem funktionalen Outcome soziale und psychische Faktoren zur Lebensqualität und der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit der Patienten bei. Die Arbeitsgruppe Polytrauma Outcome der DGU, Sektion Notfall- und Intensivmedizin, hat 2018 ein Pilotprojekt zur Erfassung des Outcomes von Schwerverletzten gestartet. Aus den Erfahrungen ging u.a. hervor, dass die Response-Rate erheblich vom betriebenen Aufwand zur Einholung des Follow Up abhängt und dies beträchtliche Ressourcen in der Klinik erfordert. Die Projektidee zu LeAf Trauma ist aus den Aktivitäten der AG Polytrauma Outcome der NIS hervorgegangen und soll als Transfernutzen das Outcomemodul des TraumaRegisters stärken sowie möglichst die Erhebung des Outcomes für die Kliniker rationalisieren (z.B. via App).Konsortialführung liegt bei der AUC, Konsortialpartner sind die Universitätskliniken Düsseldorf, Essen und Magdeburg, das IFOM und das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Bereits heute haben 61 TraumaZentren ihr Interesse an einer Mitwirkung als Studienklinik erklärt. Projektlaufzeit 01.04.2022 – 30.09.2025 (42 Monate). Einreichung bei: Innovationsfonds G-BA; Versorgungsforschung, Themenschwerpunkt intersektorale PREMs und PROMs.
 


Konsortialführung

Akademie der Unfallchirurgie GmbH


Konsortialpartner

  • Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Universität Witten/ Herdecke Köln, Institut für Forschung in der Operativen Medizin (IFOM)
  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsklinik für Unfallchirurgie
  • Universitäts-Klinikum Essen, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
  • Wissenschaftliches Institut der AOK, Forschungsbereich Qualitäts- und Versorgungsforschung (WIdO)

MediathekInformation und Wissen
LageplanSo finden Sie uns