Cécile und Oskar Vogt Institut für Hirnforschung


Aktuelles

Die Lücke in unserem Team ist riesengroß. In unseren Herzen bleibt die Erinnerung an Dich lebendig.

Ulrich Opfermann-Emmerich

* 9. Januar 1961     24. Dezember 2022

Wir sind zutiefst bestürzt über den viel zu frühen Tod unseres lieben Kollegen. Wir verlieren mit Ulrich Opfermann einen stets hilfsbereiten, freundlichen und engagierten Mitarbeiter, der von allen sehr geschätzt wurde. Uli war in den nun mehr als 25 Jahren nicht nur medizinisch-technischer Mitarbeiter in unserem Labor sondern auch für die Nachlasspflege des Vogt Archivs und die Betreuung unserer Sammlungen zuständig, war unser Haus- & Hoffotograf und die gute Seele des Instituts.

Unsere Anteilnahme und unser tief empfundenes Mitgefühl gelten Ulis Familie.

Wir werden Dich stets in guter Erinnerung behalten und um es in Deinen Worten auszudrücken: "Bitte lächeln".

Deine Kolleg:innen des Cécile & Oskar Vogt Institut für Hirnforschung


Zum Empfang im neuen Vogt Archiv in der Himmelgeisterstraße am 10. Januar 2023 waren Mitarbeiter:innen des C.&O. Vogt Institut für Hirnforschung, Vertreter:innen der Medizinischen Fakultät, des Instituts für Wissenschaftsgeschichte der Medizin, der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität e.V., sowie die Kuratoriumsmitglieder und Stifter:innen der Cécile und Oskar Vogt-Stiftung geladen. Anlass war der Auftakt zum Digitalisierungs- und Umzugsprojekt des Nachlasses und der Hirnschnittsammlung des Forscherehepaars Cécile und Oskar Vogt. Vielen Dank an alle Beteiligten die diesen Abend zu einem beeindruckenden Event gemacht haben. Besonders an unsere Redner:innen für die herzlichen Grußworte, insbesondere an unsere Institutsdirektorin Frau Prof. Dr. Amunts, an Herrn Prof. Dr. Nikolai Klöcker, Dekan der Medizinischen Fakultät, an Herrn Prof. Dr. Heiner Fangerau, Prodekan für Strategische Entwicklung, an Herrn Eduard Dörrenberg, Präsident der Gesellschaft von Freunden und Förderern der HHU (GFFU) und an unsere Ehrengästin Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth. In den kommenden Monaten wird die Vogt Sammlung sukzessive an ihren neuen Standort umgezogen, digitalisiert und damit ein viel einfacher Zugang zu diesem historischen Forschungsgut ermöglicht. Es wird dazu beitragen unsere Hirnkartierungen zu vervollständigen und die Forschungsergebnisse von mehr als sechs Dekaden vom späten 19. Jahrhundert in die modernen Hirnatlanten des 21. Jahrhunderts einzubinden.





















Registrierung für den Human Brain Project Summit 2023 ist geöffnet

Das Human Brain Project (HBP) freut sich bekannt zu geben, dass die Anmeldung für den HBP Summit 2023 geöffnet ist. Die Veranstaltung wird vom 28. bis 31. März 2023 im Palais du Pharo in Marseille, Frankreich stattfinden.

Anmeldung

Melden Sie sich vor dem Frühbuchertermin am 2. Februar an und profitieren Sie von einer reduzierten Anmeldegebühr! Klicken Sie hier für die Anmeldung.

Einreichung von Abstracts

Möchten Sie Ihre Forschung auf dem HBP Summit vorstellen? Reichen Sie unbedingt Ihren Posterbeitrag ein! Zwei Gewinner werden die Gelegenheit haben, ihre Forschung in einem 10-minütigen Plenarvortrag dem Publikum vorzustellen. Reichen Sie Ihren Abstract bis zum 2. Februar hier ein.

Satellitenevents

Im Rahmen des Human Brain Project Summit 2023 finden am 27. März 2023 im Palais du Pharo eine Reihe von Satellitenveranstaltungen zu Themen wie Simulation, Atlasing und Datenanalyse statt. Eine vorläufige Liste der Satellitenveranstaltungen im Programm finden Sie hier. Bitte beachten Sie, dass Sie sich für jede Satellitenveranstaltung, die Sie besuchen möchten, separat anmelden müssen.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Einzigartige Gehirnsammlung wird digitalisiert: Empfang im Cécile und Oskar Vogt Archiv

Oskar und Cécile Vogt waren frühe Pioniere der Kartierung des Gehirns. In den sechs Jahrzehnten ihres Wirkens leisteten sie bedeutende Beiträge zum Verständnis der Gehirnorganisation und zur Entwicklung der Hirnforschung als Wissenschaft. Das C.&O. Vogt Archiv enthält den umfangreichen Nachlass des Forscherehepaars.

Zum Auftakt der digitalen Erschließung des Archivs lädt Hirnforscherin und Institutsdirektorin Prof. Katrin Amunts zu einem Empfang im neuen Gebäude in der Düsseldorfer Himmelgeisterstraße ein. Geladen sind die Mitarbeiter:innen des C.&O. Vogt Institut für Hirnforschung, Vertreter:innen der Medizinischen Fakultät, des Instituts für Wissenschaftsgeschichte der Medizin, der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V., sowie die Kuratoriumsmitglieder und Stifter:innen der Cécile und Oskar Vogt Stiftung.

Das Cécile und Oskar Vogt Institut für Hirnforschung an UKD und HHU steht in der Tradition der von den Vogts betriebenen Forschungen und beschäftigt sich mit der Frage nach den grundlegenden Organisationsprinzipien und Funktionen des menschlichen Gehirns, insbesondere der Hirnrinde und ihrer Abhängigkeit von verschiedenen inneren und äußeren Einflüssen.

Termin:

Dienstag, den 10. Januar 2023 um 16 Uhr

in der Himmelgeister Straße 103-105 in 40225 Düsseldorf

Kontakt: Caroline Laperrouze, wissenschaftliche Archivarin calap101@hhu.de

 


Ein erfolgreiches Forschungsjahr 2022 geht für unsere Wissenschaftler:innen am Cécile & Oskar Vogt Institut für Hirnforschung am Universitätsklinikum Düsseldorf und am Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM-1), Forschungszentrum Jülich zu Ende. Vielen Dank an alle für die erstklassigen Forschungsprojekte, Kollaborationen und Veröffentlichungen in den renommierten Wissenschaftsjournalen 2022.

Wir wünschen Euch ein frohes & besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2023.


Nataliia Fedorchenko erhält Platz in der renommierten Max Planck School of Cognition

Die ukrainische Hirnforscherin Nataliia Fedorchenko ist als assoziierte Doktorandin an der Max Planck School of Cognition (MPSCog) angenommen worden. Sie wird ihre Doktorarbeit unter der Leitung von MPSCog-Fakultätsmitglied Katrin Amunts am Cécile und Oskar Vogt Institut für Hirnforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durchführen.

Frau Fedorchenko kam Anfang des Jahres in unser Team, nachdem sie aus Kiew geflohen war, wo sie vor kurzem eine Doktorarbeit über Schlaganfälle nach Covid-19-Infektionen begonnen hatte. Die ausgebildete Neurologin hat ein besonderes Interesse an den Themen: Schlaganfall, Sprachstörungen und Sprachkognition.

In Jülich und Düsseldorf arbeitet Frau Fedorchenko derzeit im wissenschaftlichen Koordinationsteam des Human Brain Project, wo sie vor allem für das Positionspapier "The coming decade of digital brain research - A vision for neuroscience at the interaction of technology and computing" verantwortlich ist. Außerdem ist sie an der Digitalisierung der Vogt-Gehirnsammlung am Cecile & Oskar Vogt Institut beteiligt.

Im Januar 2023 wird Nataliia Fedorchenko ihr neues Promotionsprojekt beginnen, in dem sie die Broca-Region des menschlichen Gehirns untersucht, die an der Sprachverarbeitung beteiligt ist und im klinischen Kontext, z. B. bei Aphasien, eine wichtige Rolle spielt.

Um die Konnektivität verschiedener Bereiche innerhalb der Hirnregion aufzudecken, wird Frau Fedorchenko eine fortschrittliche Bildgebungstechnik namens 3D Polarized Light Imaging anwenden, die von Professor Amunts Team in Jülich entwickelt wurde. Ihr Ziel ist es, neue Einblicke in die Organisation dieser Region zu gewinnen, die schließlich zu klinischen Anwendungen führen werden.

Frau Fedorchenko ist eine von vier assoziierten Kandidat:innen, die in diesem Jahr in das hochkompetitive Programm der Max Planck School of Cognition aufgenommen wurde. Die Doktorand:innen der Graduiertenschule forschen an weltweit renommierten Forschungseinrichtungen in Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Als assoziierter Doktorand wird Nataliia Fedorchenko für drei Jahre an der Max Planck School arbeiten.

Frau Fedorchenko ist besonders begeistert von dem interdisziplinären Ansatz und dem internationalen Netzwerk brillanter Wissenschaftler:innen, das die Max Planck School bietet. "Teil der Max Planck School of Cognition zu sein, ist eine einzigartige Gelegenheit, Zugang zu hochrangigen Forscherinnen und Forschern zu haben und wertvolles Feedback von anderen internationalen Studierenden zu erhalten", sagt sie.

Lesen Sie mehr über Nataliia Fedorchenko auf: https://www.helmholtz.de/en/newsroom/article/leave-of-absence/


Top-Platzierung in internationalem KI-Wettbewerb

Die jährliche NeurIPS-Konferenz (Conference on Neural Information Processing Systems) gilt als das weltweit bedeutendste Forum für Künstliche Intelligenz, mit Teilnehmern aus aller Welt. Jedes Jahr finden im Rahmen der Konferenz Wettbewerbe statt, in denen die besten KI-Entwicklungen für unterschiedliche Anwendungsfälle gekürt werden.

In der Kategorie “Machine Learning for Physical and Life Sciences” hat Eric Upschulte, Mitarbeiter der AG Big Data Analytics am INM-1 diesmal einen der vordersten Plätze belegt. Unter 443 Teilnehmern der „Cell Segmentation Competition“ erreichte er die Top Ten. Seine Ergebnisse wird der Forscher jetzt auf der Konferenz in New Orleans, USA, vorstellen

Für den Wettbewerb reichten die Teilnehmer selbstentwickelte KI-Algorithmen ein, die in Mikroskopiebildern automatisch Zellen erkennen. Solche Verfahren werden immer wichtiger, um mit großen Datensätzen aus der Forschung effizient umgehen zu können. Am INM-1 tragen die Algorithmen zur Kartierung des Gehirns bei, indem sie einzelne Nervenzellen schnell in großen hochaufgelösten Scans erkennen und markieren.

Die 36. Conference on Neural Information Processing Systems (NeurIPS) findet von 28 November bis 09. Dezember 2022 statt. Weitere Informationen zu den Wettbewerben: https://neurips.cc/Conferences/2022/CompetitionTrack 


Multilevel-Gehirnatlanten bieten Werkzeuge für eine bessere Diagnose

Der von Forschern im Rahmen des Human Brain Project entwickelte mehrstufige Julich Brain Atlas könnte bei der Untersuchung psychiatrischer und altersbedingter Störungen helfen, indem die Gehirnnetzwerke mit der zugrunde liegenden anatomischen Struktur korreliert weden. Durch die Abbildung der Mikroarchitektur mit einem noch nie dagewesenen Detailgrad ermöglicht der Atlas ein besseres Verständnis der Konnektivität und Funktion des Gehirns. Forscher des HBP haben in der Zeitschrift Biological Psychiatry einen Überblick über den Julich Brain Atlas gegeben. Der Artikel konzentriert sich auf die Zyto- und Rezeptorarchitektur des menschlichen Gehirns und auf die Anwendung des Atlas in der psychiatrischen Forschung.

Die Zytoarchitektur und die Untersuchung der Verteilung, Dichte und Morphologie von Zellen im Nervensystem hat eine lange Tradition in der Kartierung des Gehirns. Neurowissenschaftler:innen bemerkten erstmals in den späten 1800er Jahren strukturelle Unterschiede zwischen verschiedenen Bereichen des Kortex und begannen, diesen in verschiedene Areale zu unterteilen. Die Areale wurden als wichtige Korrelate für die Funktion und Dysfunktion des Gehirns angesehen. Neben der zellulären Architektur enthält der Julich Brain Atlas auch Karten der Verteilung der Rezeptoren für die Neurotransmitter, die die Gehirnaktivität modulieren. Die Neurotransmitterrezeptoren unterscheiden sich nicht nur zwischen den einzelnen Arealen, sondern auch zwischen den verschiedenen Schichten eines Areals und stehen somit in engem Zusammenhang mit den Konnektivitätsmustern, die in größeren Netzwerken eine sehr relevante Rolle spielen. Auf der Grundlage von Daten, die von postmortalen Gehirnen gesammelt wurden, berücksichtigt der Atlas die natürlich vorkommende Variabilität zwischen den Probanden und erstellt probabilistische Karten im dreidimensionalem Raum und nicht nur die Karte eines einzelnen Gehirns.

Der Julich Brain Atlas ist ein "lebender" Atlas, der mit neuen Erkenntnissen über die Parzellierung des Gehirns, die ständig integriert werden, wächst. Er ist mit anderen Karten verknüpft, die z.B. aus Studien von Faserbahnen im lebenden menschlichen Gehirn stammen. Solche makroskopischen und mikroskopischen Daten werden in den Multilevel Human Brain Atlas des HBP integriert, der über die digitale Forschungsinfrastruktur EBRAINS und das Software-Toolpaket siibra frei zugänglich ist.

Die Forscher haben aktuelle Anwendungsfälle der Werkzeuge in verschiedenen von Experten begutachteten Studien aufgelistet. Die Nutzer können beispielsweise hochauflösende Bildgebungsdaten analysieren und gemeinsam nutzen und sie mit fMRI-Datensätzen vergleichen. Sie können die Zytoarchitektur einer bestimmten Region und ihre Konnektivität sowohl innerhalb dieser Region als auch mit anderen Regionen untersuchen. Mit einem speziellen Tool namens JuGEX können die Karten mit Genexpressionsdaten aus dem Allen Brain Atlas verknüpft werden, was tiefgehende multimodale Untersuchungen ermöglicht: Mit Hilfe des Julich Brain Atlas haben die Forscher beispielsweise neue Hirnregionen identifiziert, die bei depressiven Störungen eine Rolle spielen. Neuroimaging-Daten von Patienten zeigten bereichsspezifische Veränderungen des Volumens und der Aktivierung der grauen Substanz. Mit JuGEX konnten diese Befunde mit lokalen Unterschieden in der Expression mehrerer Kandidatengene für schwere depressive Störungen in Verbindung gebracht werden. Aus großen Bevölkerungsstudien können auch individuelle, personalisierte Karten des Alterns oder der Funktionsstörung erstellt werden, um Diagnoseinstrumente für Demenz zu erhalten.

Text by Roberto Inchingolo

Referenz: Daniel Zachlod, Nicola Palomero-Gallagher, Timo Dickscheid, Katrin Amunts (2022). Mapping cyto- and receptor architectonics to understand brain function and connectivity. Biologische Psychiatrie, doi.org/10.1016/j.biopsych.2022.09.014


NFDI4BIOIMAGE: INM-1 an Nationaler Forschungsdateninfrastruktur für Mikroskopie und Bildanalyse beteiligt

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat Anfang November beschlossen, in einer dritten Förderrunde acht weitere Konsortien in die Bund-Länder-Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) aufzunehmen. Damit wird auch Konsortium NFDI4BIOIMAGE für die kommenden fünf Jahre gefördert. Am INM-1 ist die Forschungsgruppe "Big Data Analytics" (https://www.fz-juelich.de/de/inm/inm-1/forschung/big-data-analytics) von Prof. Timo Dickscheid hieran beteiligt.

Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur NFDI ist eine Initiative zum Aufbau eines Infrastrukturrahmens für das Forschungsdatenmanagement in Deutschland. Der Hintergrund ist, verlässliche zentrale Standards und Infrastrukturen für die Speicherung, Vernetzung und Nutzung von Daten aus Wissenschaft und Forschung zu entwickeln. Damit sollen Daten über Fächer- und Einrichtungsgrenzen hinweg genutzt werden können.

Die NFDI4BIOIMAGE-Initiative fokussiert sich auf die Bereiche Mikroskopie und biologische Bildgewinnung und -verarbeitung („Bioimaging“). Gerade hier fallen riesige Mengen an Forschungsdaten an. Für viele Disziplinen der Lebenswissenschaften, die auf Bioimaging angewiesen sind, ist das adäquate Datenmanagement unerlässlich, es ist aber bisher nicht hinreichend realisiert.

Mit NFDI4BIOIMAGE sollen Lösungen entstehen, damit Bioimaging-Daten über disziplinäre Grenzen hinweg geteilt und wiederverwendet werden können. Damit soll der volle Informationsgehalt der Daten ausgeschöpft werden. Ebenso sollen sie der Re-Analyse zur Verfügung stehen, um so – möglicherweise über die ursprüngliche Fragestellung hinaus – neue Erkenntnisse zu gewinnen.


Die Entschlüsselung komplexer neuronaler Netzwerke des Gehirns

Detaillierte Informationen über deren Verlauf insbesondere im menschlichen Gehirn fehlen bislang, sind aber entscheidend für die Verschaltung im Netzwerk und deren Funktion. 3D-PLI ist Teil des Julich Brain Atlas, Herzstück des menschlichen Hirnatlas‘ der digitalen Forschungsinfrastruktur EBRAINS, die im Human Brain Project (HBP) entstanden ist. EBRAINS vereint Daten und Werkzeuge zur Analyse und Simulation des Gehirns und bietet Forschenden weltweit freien Zugriff darauf.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

 

Originalpublikation:

Markus Axer & Katrin Amunts. Scale matter: The nested human connectome. Science, 3 Nov 2022. Vol 378, Issue 6619, pp. 500-504, DOI: 10.1126/science.abq2599

Atlanten bei Nagetieren:

In derselben Ausgabe geben der Direktor der HBP-Infrastruktur Jan Bjaalie (Universität Oslo) und der leitende Forscher Trygve B. Leergaard einen Überblick über die Integration von Hirndaten in Nagetieratlanten:

Leergaard & Bjaalie. Atlas-based data integration for mapping the connections and architecture of the brain. Science, 3 Nov 2022. Vol 378, Issue 6619, pp. 488-492, DOI: 10.1126/science.abq2594  

Kontakt:

Peter Zekert

Tel.: +49 2461 61 96860

press@humanbrainproject.eu


BrainComp 2022: Experten aus den Bereichen Neurowissenschaften und Informatik diskutieren über den digitalen Wandel der Neurowissenschaften und die Vorteile einer Zusammenarbeit

An der Schnittstelle zwischen Neurowissenschaften und Hochleistungscomputern hat sich ein neues Wissenschaftsfeld entwickelt - das ist das Fazit der BrainComp-Konferenz 2022, die vom 19. bis 22. September in Cetraro, Italien, stattgefunden hat. Das Treffen, an dem internationale Experten aus den Bereichen Brain Mapping, maschinelles Lernen, Simulation, Forschungsinfrastrukturen, neurowissenschaftliche Hardware, Neuroethik u.v.m. teilgenommen haben, hat die bestehenden Kooperationen in diesem aufstrebenden Bereich gestärkt und neue Kooperationen geknüpft.

Die 5. BrainComp, die erstmalig in 2013 stattfand, wird gemeinsam vom Human Brain Project und der digitalen Forschungsinfrastruktur EBRAINS, der Universität von Kalabrien in Italien, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und dem Forschungszentrum Jülich organisiert. Die BrainComp wird von Forschern innerhalb und außerhalb des Human Brain Project besucht. In diesem Jahr ging es um die technischen Herausforderungen der Gehirnkonnektivität. Das Gehirn ist aufgrund seiner dichten neuronalen Verbindungen zwischen den einzelnen Arealen bis hin zur Vernetzung der einzelnen Neuronen untereinander eines der komplexesten Systeme im beobachtbaren Universum: Die Entschlüsselung dieser Komplexität durch neurowissenschaftliche und technisch Fortschritte kommt beiden Bereichen zugute.

Unter der Leitung des Organisationskomitees, bestehend aus Katrin Amunts, der wissenschaftlichen Forschungsdirektorin des HBP, Thomas Lippert, dem Leiter der EBRAINS Computing Services des Jülicher Supercomputing Centre und Lucio Grandinetti von der Universität Kalabrien, wurden an vier Tagen verschiedene Themen behandelt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Text: Roberto Inchingolo


Herzlichen Glückwunsch zur Promotion! Wir sind immer daran interessiert, dass sich unsere Mitarbeiter:innen fortbilden und persönlich weiterentwickeln. Wir freuen uns besonders Herrn Dr. Kai Kiwitz zu seiner gestrigen Promotion und seinem Doktortitel gratulieren zu dürfen!

Wir sind sehr stolz auf Dich, Herr Doktor Kiwitz!


Wir gratulieren unserer Kollegin Frau Prof. Dr. Nicola Palomero-Gallagher zur verliehenen Bezeichnung der außerplanmäßigen Professur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Am 18.10.2022 hat sie ihre Ernennungsurkunde zur apl. Professorin von Herrn Prof. Dr. Fangerau, dem Prodekan für strategische Entwicklung der HHU, überreicht bekommen.

 


Am 12. Oktober präsentierten HBP-Wissenschaftsdirektorin Katrin Amunts und Tommaso Calarco, Vorsitzender des Quantum Community Network des Quantum Flagship der Europäischen Kommission in Brüssel zwei besondere Stücke aus dem Forschungszentrum Jülich: ein vergrößertes Bild menschlicher Hirnfasern und einen maßstabsgetreuen Nachbau des Quantencomputers "OpenSuperQ". Es war ein inspirierendes Treffen über die EU-Flaggschiffe Human Brain Project und Quantum Flagship mit der GD CNECT der Europäischen Kommission.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.humanbrainproject.eu/en/follow-hbp/news/2022/10/13/hbp-image-human-brain-network-exhibited-offices-european-commission

 


Neue Forschungsstudie in Brain Structure & Function veröffentlicht

Aus der aktuellen Forschung unserer Wissenschaftlerin Christina Herold gibt es mal wieder interessante Fakten zum Nachlesen. Diesmal geht es über die Anatomie, Biochemie und Konnektivität von Cluster N und der Hippocampusformation in einem Zugvogel (Gartengrasmücke). Die Daten deuten darauf hin, dass das densozelluläre Hyperpallium eine zentrale Relaisstation für die Übertragung von Magnetkompass-Informationen an die Hippocampus-Formation darstellen könnte, wo sie möglicherweise mit anderen Navigationshinweisen bei nachtaktiven Singvögeln integriert werden. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Dr. Dominik Heyers von der Universität Oldenburg. Mehr Informationen findet Ihr hier.

Heyers D, Musielak I, Haase K, Herold C, Bolte P, Güntürkün O, Mouritsen H, Morphology, biochemistry and connectivity of Cluster N and the hippocampal formation in a migratory bird, 2022, Brain Structure and Function, DOI:https://doi.org/10.1007/s00429-022-02566-y

 


Katrin Amunts und Alan Evans präsentieren deutscher Regierung während Kanada-Besuchs ihre gemeinsame Forschung

Im August 2022 präsentierten Katrin Amunts vom Forschungszentrum Jülich und Alan Evans von der McGill University in Kanada Bundeskanzler Olaf Scholz, Vizekanzler Robert Habeck und einer Delegation hochrangiger Industrievertreter bei ihrem Besuch des Institut québécois d'intelligence artificielle (Mila) in Montreal KI-Anwendungen im Bereich Brain Mapping.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Forschungsteams von Amunts und Evans findet unter dem Förderdach des Helmholtz International BigBrain Analystics & Learning Laboratory (HIBALL) statt. Im Jahr 2013 stellten die Neurowissenschaftler gemeinsam in der Zeitschrift Science das BigBrain vor - eine dreidimensionale Rekonstruktion eines einzelnen menschlichen Gehirns mit einzigartig hoher Auflösung. HIBALL hebt die erfolgreiche Zusammenarbeit auf die nächste Stufe, indem es die Nutzung und gemeinsame Entwicklung der neuesten Technologien im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und des Hochleistungsrechnens (HPC) für die Neurowissenschaften verstärkt.

In enger Partnerschaft mit dem europäischen Human Brain Project und dem kanadischen Programm Healthy Brains, Healthy Lives baut HIBALL neue transatlantische Computerplattformen auf, um Big Data und Workflows zwischen Kanada und Deutschland auszutauschen und eine Zusammenarbeit über nationale, strukturelle und technische Grenzen hinweg zu ermöglichen.

Der Bundeskanzler lobte bei seinem Besuch in Kanada die großen Fortschritte insbesondere in der KI, die sowohl für den Wissenschaftsstandort Deutschland als auch für die Zukunft der deutschen Wirtschaft von großer Bedeutung ist.

 

Medienberichte:


Hector Research Career Development Award

Wir möchten Sie gerne auf den Hector Research Career Development Award aufmerksam machen. Seit 2020 wird dieser Preis von der Hector Fellow Academy vergeben, um Wissenschaftler*innen in der Phase zwischen Postdoc und Professur in ihrer Karriere zu unterstützen. Der Award richtet sich an:

  • W1-Juniorprofessor*innen (mit und ohne Tenure Track)
  • Nachwuchsgruppenleiter*innen in vergleichbaren Positionen der Natur- oder Ingenieurwissenschaften, der Medizin oder Psychologie

Weitere Voraussetzungen für eine Bewerbung sind eine exzellente Promotion, die nicht länger als sieben Jahre zurückliegt, eine Anstellung an einer deutschen Universität oder einer vergleichbaren Forschungseinrichtung, sowie eine inhaltliche oder formelle Befähigung, Doktorand*innen zu betreuen. Der Award wird an 3 Wissenschaftler*innen vergeben, von denen mindestens 50 Prozent weiblich sein werden. Er ist mit 25.000 € dotiert und beinhaltet unter anderem zusätzliche Fördergelder für eine Promotionsstelle.

Die Bewerbungsphase läuft vom 1. September bis zum 30. Oktober 2022. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Hector Fellow Academy.

Die Hector Fellow Academy freut sich auf Ihre Bewerbung!


Vogelneurone verbrauchen dreimal weniger Glukose als Säugetierneurone

Die jüngsten Forschungsergebnisse unseres Wissenschaftlers Felix Ströckens und Kolleg:innen wurden soeben im Wisssenschaftsjournal Current Biology veröffentlicht. Sehr interessante Fakten, dass Vogel Neurone dreimal weniger Glukose als Säugetier Neurone verbrauchen. Mehr Informationen findet Ihr hier.

von Eugen K, Endepols H, Drzezga A, Neumaier B, Güntürkün O, Backes H, Ströckens F, Avian neurons consume three times less glucose than mammalian neurons, 2022, Current Biology, DOI:https://doi.org/10.1016/j.cub.2022.07.070

 


Bewerbungen für die Max Planck School of Cognition jetzt möglich!

Die aktuelle Bewerbungsphase für die Max Planck School of Cognition ist gestartet und endet am 1. Dezember 2022. Der Beginn des Programms ist immer der 1. September.

Die Max Planck School of Cognition richtet sich an außerordentlich begabte StudentInnen mit ausgeprägter akademischer Erfahrung in Forschungsgebieten wie künstlicher Intelligenz, Biologie, (kognitive) Neurowissenschaften, Genetik, Linguistik, Mathematik, Neurobiologie, Neuroimaging, Neurologie, Neurophysik, Philosophie, Physik, Psychiatrie und Psychologie.

Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess finden Sie auf der Webseite der School. https://cognition.maxplanckschools.org/en/application

Es werden jetzt auch Bewerbungen für das neue Clinician Scientist Program entgegengenommen. https://cognition.maxplanckschools.org/en/csp

 


Herzlichen Glückwunsch Alexey!

Wir gratulieren unserem Masterstudenten Alexey Chervonnyy zu seinen erfolgreich abgeschlossenen Master-of-Science in Translational Neuroscience. Tolle Leistung! Wir freuen uns auf sein Promotionsstudium am C.&O. Vogt-Institut für Hirnforschung.


Vier neue Gehirnareale kartiert die an verschiedenen kognitiven Prozessen beteiligt sind

Forscher des HBP haben vier neue Bereiche des menschlichen anterioren präfrontalen Kortex kartiert, die eine wichtige Rolle bei kognitiven Funktionen spielen. Zwei der neu identifizierten Areale sind bei Frauen relativ größer als bei Männern.

Der dorsolaterale präfrontale Kortex des Menschen ist an der kognitiven Kontrolle beteiligt, unter anderem an der Auswahl der Aufmerksamkeit, dem Arbeitsgedächtnis, der Entscheidungsfindung und der Planung von Handlungen. Veränderungen in dieser Hirnregion stehen im Verdacht, eine Rolle bei Schizophrenie, Zwangsstörungen, Depressionen und bipolaren Störungen zu spielen, was sie zu einem wichtigen Forschungsziel macht. Ein Forscherteam des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich und des C. & O. Vogt-Instituts für Hirnforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat nun detaillierte, dreidimensionale Karten von vier neuen Bereichen der Hirnregion erstellt.

Um die Grenzen zwischen Hirnarealen zu identifizieren, analysierten die Forscher die statistische Verteilung der Zellen (die Zytoarchitektur) in 10 humanen post mortem Gehirnen. Nach der 3D-Rekonstruktion der kartierten Bereiche überlagerten die Forscher die Karten der zehn verschiedenen Gehirne und erstellten Wahrscheinlichkeitskarten, die zeigen, wie sehr die Lokalisierung und Größe der einzelnen Bereiche zwischen den einzelnen Personen variiert.

Die hohe Variabilität zwischen den Probanden war eine große Herausforderung für frühere Versuche, diese Hirnregion zu kartieren, was zu beträchtlichen Diskrepanzen in den bereits vorhandenen Karten und zu nicht schlüssigen Informationen führte, die es sehr schwierig machten, die spezifische Beteiligung einzelner Hirnareale an den verschiedenen kognitiven Funktionen zu verstehen. Die neuen probabilistischen Karten berücksichtigen die Variabilität zwischen Individuen und können direkt mit Datensätzen aus funktionellen Studien überlagert werden, um Struktur und Funktion der Areale direkt zu korrelieren.

Beim Vergleich der Gehirne von weiblichen und männlichen Gewebespendern stellten die Forscher fest, dass die relativen Volumina von zwei der neu identifizierten Bereiche in weiblichen Gehirnen deutlich größer waren als in männlichen Gehirnen. Dieser Befund könnte mit geschlechtsspezifischen Unterschieden in der kognitiven Funktion und im Verhalten sowie in der Prävalenz und den Symptomen der damit verbundenen Hirnerkrankungen zusammenhängen.

Die Karten werden in den Julich Brain Atlas integriert, der über die Forschungsinfrastruktur EBRAINS des Human Brain Project frei zugänglich ist.

Originalveröffentlichung: Bruno A, Bludau S, Mohlberg H und Amunts K (2022) Cytoarchitecture, intersubject variability, and 3D mapping of four new areas of the human anterior prefrontal cortex. Front. Neuroanat. 16:915877. doi: 10.3389/fnana.2022.915877


Brain and Evolution 2022 summer school

In der letzten Woche fand die Sommerschule "Brain and Evolution 2022" in einer der aufregendsten Städte der Welt statt: Istanbul, Türkei. Unterstützt durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union und organisiert von Wissenschaftlern der Koç Universität Istanbul, der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf, der Ruhr-Universität Bochum und der Medical School Hamburg, hatten Studenten, junge Akademiker und leitende Wissenschaftler aus verschiedenen deutschen und türkischen Laboratorien die Möglichkeit, ihre Projekte zu diskutieren, neue Experimente zu planen und die türkisch-deutsche Zusammenarbeit zu intensivieren. Von der Neuroanatomie der Säugetiere über das Verhalten von Singvögeln bis hin zu Krähengehirnen (und vielen anderen Forschungsgebieten) deckte die Sommerschule ein breites Spektrum faszinierender Themen auf dem Gebiet der vergleichenden Neurowissenschaften und der Evolution des Gehirns ab. In der wunderbaren Umgebung der Koç Universität nutzten Studierende aus allen Bereichen der Neurowissenschaften die Gelegenheit, sich mit erfahrenen Wissenschaftler:innen auszutauschen und erste Kontakte für Kooperationsprojekte zu knüpfen. Angesichts des Enthusiasmus sowohl der teilnehmenden Studierenden als auch der Wissenschaftler:innen sind wir sicher, dass diese Projekte gedeihen werden, und wir freuen uns auf weitere Kooperationen und Aktivitäten mit unseren alten und neuen Freunden aus der Türkei und Deutschland. Autor: Dr. Felix Ströckens


„Leave of absence“

Hinter diesen drei Worten im Lebenslauf der Hirnforscherin Nataliia Fedorchenko verbergen sich Krieg und Flucht. Und die Hoffnung darauf, ihr Wissen, dass sie nun am Forschungszentrum Jülich ins Human Brain Project einbringt, nutzen zu können, um beim Wiederaufbau der Ukraine mit anpacken zu können.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Helmholtz-Gemeinschaft.


Sieben Areale des menschlichen insulären Kortex erstmalig kartiert

Forscher des C. und O. Vogt-Instituts für Hirnforschung der Universität Düsseldorf und des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin (INM-1) am Forschungszentrum Jülich haben sieben neue mikrostrukturelle Areale im menschlichen insulären Kortex identifiziert. Funktionelle Bildgebungsstudien lassen vermuten, dass es sich bei dieser Hirnregion um eine integrative Schnittstelle im Gehirn handelt, welche in einer Vielzahl von Funktionen involviert ist, darunter Aufmerksamkeit, Kognition, Interozeption, motorische Kontrolle, sowie sensorische und emotionale Verarbeitung.

Die in der Fachzeitschrift NeuroImage veröffentlichten Ergebnisse geben neue Einblicke in die strukturelle Organisation dieser komplexen und multifunktionalen Region des menschlichen Neokortex. Alle neu entdeckten Areale sind als 3D-Wahrscheinlichkeitskarten in den Julich Brain Atlas integriert und über die EBRAINS-Infrastruktur des Human Brain Projekts öffentlich verfügbar.

Der menschliche insuläre Kortex, oder einfach "Insula", ist seit dem frühen 19. Jahrhundert Gegenstand neurowissenschaftlicher Untersuchungen. Eine zytoarchitektonische 3D-Karte der Insula, die mit Ergebnissen aus funktionellen Neuroimaging-Studien überlagert werden kann, um ein gemeinsames Struktur-Funktions-Modell der Insel zu etablieren, war bisher jedoch nicht verfügbar.

Das Forschungsteam analysierte Hirnschnitte der mittleren posterioren und dorsalen anterioren Insula von zehn menschlichen Gehirnen und entdeckte mittels eines statistischen Kartierungsverfahrens sieben neue Areale, welche als 3D-Wahrscheinlichkeitskarte rekonstruiert wurden. Die Wahrscheinlichkeitskarten spiegeln die interindividuelle Variabilität und Lokalisierung der Areale in einem dreidimensionalen Standardreferenzraum wider und können für Überlagerungsstudien mit anderen Modalitäten genutzt werden.

Es wird angenommen, dass sich Hirnareale, die sich in ihrer Zytoarchitektur, d.h. in der Organisation ihrer zellulären Zusammensetzung, unterscheiden, auch in ihrer Funktion abweichen. Ausgehend von dieser Hypothese versuchten die Forscher, die Unterschiede in der Mikrostruktur der Insula besser zu verstehen und somit eine zytoarchitecktonische Grundlage für die vielfältige und komplexe Multifunktionalität in der Inselrinde zu identifizieren.

Das Team fand heraus, dass die Mikrostruktur der Insula eine bemerkenswerte Vielfalt und ein breites Spektrum an zytoarchitektonischen Merkmalen aufweist, die die Grundlage für die komplexe funktionelle Organisation in dieser Hirnregion bilden könnten.

Eine auf der Zytoarchitektur basierende Clusteranalyse führte zur Identifizierung von drei übergeordneten mikrostrukturellen Clustern im insulären Kortex. Die Cluster zeigten signifikante Unterschiede in der Mikrostruktur der anterioren und posterioren Insula, was auf einen systematischen strukturellen, funktionell relevanten Unterschied zwischen beiden Entitäten hindeutet.

Die neuen Karten sind im Multilevel Human Brain Atlas des Human Brain Project auf EBRAINS öffentlich zugänglich, und können somit zukünftige Studien unterstützen, ein mikrostrukturell basiertes, multimodales Konzept der menschlichen Inselrinde zu entwickeln.

Publikation:

Quabs J, Caspers S, Schöne C, Mohlberg H, Bludau S, Dickscheid T, Amunts K (2022).

Cytoarchitecture, probability maps and segregation of the human insula,

NeuroImage, Volume 260, 119453, ISSN 1053-8119, https://doi.org/10.1016/j.neuroimage.2022.119453.


Alexey Chervonnyy erhält Promotionsstipendium der Hector Fellow Academy

Alexey Chervonnyy hat ein Promotionsstipendium der Hector Fellow Academy erhalten. Mit dem Stipendium, das nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren vergeben wurde, wird ein dreijähriges Forschungsprojekt am C. und O. Vogt-Institut für Hirnforschung in Düsseldorf unter der Leitung von Hector Fellow Katrin Amunts finanziert. Chervonnyy wird die Struktur des menschlichen Hypothalamus untersuchen, eines Teils des Gehirns, der eine Schlüsselrolle bei der Regulierung neuroendokriner, verhaltensbezogener und wichtiger autonomer Prozesse, wie zirkadiane Rhythmen, Stoffwechselprozesse, Schlaf und Körpertemperatur, spielt.

"Es ist eine große Ehre für mich, an diesem angesehenen Programm teilzunehmen", sagt Chervonnyy, "und mir ist auch bewusst, dass damit eine Verantwortung verbunden ist. Diese übernehme ich gerne."

Alexey Chervonnyy hat einen MSc in Translational Neuroscience an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf absolviert und absolvierte seine Diplomarbeit in klinischer Psychologie an der Staatlichen Universität Lomonossow in Moskau. "Alexey ist ein außergewöhnlich begabter Student, der seine Fähigkeiten und sein Engagement während seines Masterstudiums unter Beweis gestellt hat", sagt Katrin Amunts.

Während seiner Doktorarbeit wird Chervonnyy ein fortschrittliches Deep-Learning-Mapping-Tool einsetzen, um die Zytoarchitektur des Hypothalamus – die Verteilung, Dichte und Morphologie der Zellen. Er wird eine hochauflösende dreidimensionale Rekonstruktion der hypothalamischen Kerne sowie probabilistische Karten erstellen, die die interindividuelle Variabilität der Hirnbereiche widerspiegeln.

Die erstellten Karten werden in den Julich Brain Atlas integriert und über die Forschungsinfrastruktur EBRAINS des Human Brain Project öffentlich zugänglich gemacht. Der Julich Brain Atlas ist zu einer modernen Referenzkarte des Gehirns für die Neuroimaging-Gemeinschaft geworden, und seine hochpräzisen Daten dienen klinischen Forschern zur Verbesserung medizinischer Interventionen.

"Ich freue mich sehr, dieses wichtige Projekt zu beginnen und mit Prof. Katrin Amunts zusammenzuarbeiten – einer führenden Expertin auf dem Gebiet der Neurowissenschaften", sagt Chervonnyy. "Die Hector Fellow Academy schlägt eine Brücke zwischen den Generationen und fördert den Austausch zwischen jungen Wissenschaftlern und erfahrenen Forschern", fügt er hinzu.

Neben der Finanzierung der Doktorarbeit bietet die Hector Fellow Academy den jungen Forschern verschiedene Trainingsprogramme zur Verbesserung der Kommunikations- und Managementfähigkeiten an, die, wie Chervonnyy betont, einen großen Einfluss auf seine zukünftige Karriere haben werden.

www.hector-fellow-academy.de


Neue Publikation in Frontiers

Neue Publikation in Frontiers by PD. Dr. Christina Herold: "Regional Patterning of Adult Neurogenesis in the Homing Pigeon’s Brain" https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.889001


Hans Süssmuth-Preis für herausragende interdisziplinäre Forschungsarbeit

Der mit 5.000 Euro dotierte und erstmals 2022 ausgeschriebene Hans Süssmuth-Preis wird alle zwei Jahre für eine herausragende Forschungsarbeit an der Heinrich-Heine-Universität (HHU) mit einem interdisziplinären und / oder interkulturellen Ansatz vergeben. 

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Gesellschaft von Freunden und Förderern der HHU Düsseldorf.

 


Neue Website zur Präsentation des Julich Brain Atlas gestartet

Wir freuen uns, den Start der neuen Website des Jülicher Hirnatlas bekannt geben zu können. Die Seite stellt das Konzept und die Forschung hinter dem Atlas des menschlichen Gehirns vor, der von Teams am Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM-1) des Forschungszentrums Jülich und dem Cécile und Oscar Vogt-Institut für Hirnforschung in Düsseldorf entwickelt wurde.


Der Jülicher Hirnatlas ist das Ergebnis von mehr als einem Vierteljahrhundert Forschung und hat sich zu einer modernen Referenz des Gehirns für die Neuroimaging-Community entwickelt. Der Atlas enthält zytoarchitektonische Karten des menschlichen Gehirns in hoher Auflösung und umfasst Karten von mehr Hirnarealen als jemals zuvor identifiziert. Er zeigt die zelluläre Architektur des Gehirns in einem dreidimensionalen Raum und spiegelt die Variabilität zwischen einzelnen Gehirnen wider. Verschiedene neurowissenschaftliche Daten aus unterschiedlichen Ebenen können im Atlas systematisch integriert und analysiert werden - eine Art Google Earth für das Gehirn.


"Mit dem Julich Brain Atlas wollen wir Wissenschaftlern auf der ganzen Welt ein Werkzeug an die Hand geben, um das Gehirn besser zu verstehen und Klinikern eine präzisere Planung medizinischer Eingriffe zu ermöglichen", sagt Katrin Amunts, Leiterin des Julich Brain Atlas und Direktorin des C. und O. Vogt-Instituts für Hirnforschung und des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich.


Die neue Website bietet tiefere Einblicke in die Arbeit, die in den Aufbau des Julich Brain Atlas eingeflossen ist, und in die verschiedenen Arten von Daten, die er umfasst - von zytoarchitektonischen Karten über Neurotransmitter-Rezeptordichten bis hin zur Faserarchitektur. Die Daten des Atlas werden der wissenschaftlichen Gemeinschaft über die Forschungsinfrastruktur EBRAINS des Human Brain Project offen zugänglich gemacht.


Die Bewerbungsphase für das WiSe 2022/2023 ist eröffnet!

Vom 15. Mai bis einschließlich 15. Juli 2022 können Bewerbungen für unseren Masterstudiengang Translational Neuroscience über das Online-Portal auf der studiengangseigenen Homepage eingereicht werden.

mehr Informationen auf: www.translationalneuroscience.hhu.de


apl. Professur für PD Dr. Nicola Palomero-Gallagher

Wir gratulieren Frau PD Dr. Nicola Palomero-Gallagher zur außerplanmäßigen Professur im Fach Experimentelle Hirnforschung an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.


Katrin Amunts mit Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet

Direktorin des Cécile und Oskar-Vogt Instituts Prof. Dr. Katrin Amunts erhielt am 16. März das Bundesverdienstkreuz für ihr herausragendes Engagement in den Neurowissenschaften.

Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen überreichte Katrin Amunts am Mittwoch (16. März) das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Die auch international äußerst renommierte Forscherin Prof. Amunts ist Direktorin des Cécile und Oskar-Vogt Instituts für Hirnforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin (INM-1) am Forschungszentrum Jülich. Ihr besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung eines dreidimensionalen Hirnatlas (Julich Brain Atlas), der es ermöglicht, die komplizierte Struktur und Funktion des Gehirns auf mikroskopischer Ebene darzustellen und zu verstehen.

Seit 2016 ist sie zudem die wissenschaftliche Direktorin des europäischen Flagships Human Brain Project (HBP). Dabei baut sie mit hunderten Partnern die neuartige Forschungsinfrastruktur EBRAINS auf, die Neurowissenschaft und neueste Technologien verbindet. Sie steht der gesamten Forschungsgemeinschaft zur Verfügung und bietet auch freien Zugang zu Amunts‘ Hirnatlas.

„Prof. Katrin Amunts ist eine der wichtigsten Hirnforscherinnen überhaupt. Sie hat Maßstäbe gesetzt und ist auf ihrem Gebiet führend. Weltweit nutzen Expertinnen und Experten aus Forschung und Medizin ihre Erkenntnisse im Bereich des ‚Brain Mappings‘. Ihr exzellenter Einsatz geht dabei weit über ihre beruflichen Verpflichtungen hinaus. Auch durch ihr Engagement für gesellschaftliche Fragestellungen leistet sie Großartiges“, sagt Wissenschaftsministerin Pfeiffer-Poensgen.

Die Neurowissenschaftlerin hat mit der Entwicklung des dreidimensionalen Hirnatlas die internationale Forschung maßgeblich geprägt. Geehrt wird Prof. Amunts auch, weil sie über ihr Forschungsgebiet hinaus einen Gestaltungsauftrag für die Zukunft annimmt und ihren Blick immer auch auf die gesellschaftliche Wirkung von Forschung richtet. Dabei setzt die Wissenschaftlerin wirkungsvolle Impulse für die ethische Reflektion und konkretes forschungspolitisches Handeln mit europäischer Perspektive. Ausgezeichnet wird sie zudem für ihre umfangreiche Wissenschaftskommunikation, bei der sie komplexe wissenschaftliche und ethische Themen verständlich macht.

Prof. Amunts ist in verschiedenen Gremien und Netzwerken aktiv sowie national und international hoch anerkannt. Unter anderem wurde sie 2016 als ordentliches Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften und Ingenieurswissenschaften (acatech) aufgenommen. Dort wirkt sie schwerpunktmäßig an der Aufbereitung von wissenschaftlichen Themen für Politik- und Gesellschaftsberatung. Seit 2017 ist die Professorin auch ordentliches Mitglied der Klasse für Naturwissenschaften der Medizin in der nordrhein-westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Von 2012 bis 2020 war sie eines von 26 gewählten Mitgliedern des Deutschen Ethikrats. In zahlreichen Funktionen engagiert sich Prof. Amunts zudem für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Der „Business Insider UK“ zählte sie 2015 zum Kreis der 50 wichtigsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Zuletzt erhielt sie 2021 die James Bull Medaille der British Society of Neuroradiologists sowie im Januar 2022 den Hector Wissenschaftspreis.

Die Pressemitteilung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.


C. und O. Vogt Institut für Hirnforschung goes LinkedIn

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können dass wir nun offiziell auch auf Linkedin vertreten sind. Folgen Sie uns auch dort und lassen Sie uns weiter vernetzen.

 

https://www.linkedin.com/company/c%C3%A9cile-oskar-vogt-institute-of-brain-research


Auszeichnung für Institutsdirektorin

Hector Wissenschaftspreis für Katrin Amunts

Die Hirnforscherin Prof. Katrin Amunts wurde mit dem renommierten Hector Wissenschaftspreis 2021 ausgezeichnet. Die Hector Stiftung verleiht den mit 150.000 Euro dotierten Preis an deutsche Wissenschaftler:innen für herausragende Forschungsleistungen und Engagement in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Eine feierliche Preisverleihung ist für Mai 2022 in Heidelberg geplant.

Weitere Informationen zur Auszeichnung finden Sie hier.

Das Video zur Preisträgerin finden Sie hier.


Dr. Timo Dickscheid zum W2-Professor in der Informatik an der HHU ernannt

Dr. Timo Dickscheid wurde am 15.01.2022 von Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zum W2-Professor in der Informatik an der HHU ernannt. Dr. Dickscheid erforscht Bildanalyseverfahren und Big Data-Technologien zur Erstellung hoch detaillierter 3D-Modelle des menschlichen Gehirns am Forschungszentrum Jülich am Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM-1).

Weitere Informationen finden Sie hier.


Human Brain Project: Jülicher Forscher erklären in Science wie die Hirnforschung das Supercomputing herausfordert

In der neuesten Ausgabe von Science erläutern Katrin Amunts und Thomas Lippert, wie Fortschritte in den Neurowissenschaften Hochleistungscomputertechnologie erfordern und letztlich Exascale-Rechenleistung benötigen.

Hier geht es zum vollständigen Artikel.


Auszeichnung Prof. K. Amunts mit James-Bull-Vorlesung 2021

Die wissenschaftliche Direktorin des HBP, Prof. Dr. med. Katrin Amunts, wurde mit der prestigeträchtigen James-Bull-Vorlesung 2021 des Royal College of Physicians London ausgezeichnet. Am 19. November hielt sie den Vortrag "Mapping the human brain - from concept to application of a new digital brain atlas".

https://bsnr.org.uk/provisional-programme-announced-for-the-bsnr-annual-meeting/


Expo 2020: “Mindful brain: horizons of understanding and boundaries of neurotechnologies”

Prof. Dr. med. Katrin Amunts nimmt als Speaker am Event "Russia: mindful brain: horizons of understanding and boundaries of neurotechnologies" am 02. November 2021 im Rahmen der Expo 2020 teil.

Auf der Veranstaltung "Russia: mindful brain" diskutieren Neurowissenschaftler und Philosophen über die Zukunft der Neurowissenschaften und die Bedeutung der Neurotechnologien - vom Machbaren zum Unmöglichen.

Weitere Informationen zum Programm und zur Registrierung finden Sie hier.


Herzliche Gratulation zur Habilitation

Wir gratulieren Frau PD Dr. rer. nat. Christina Herold zur Habilitation und Anerkennung der Venia Legendi für das Fach Neurowissenschaften. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat ihrem Habilitationsantrag zum Thema "Neuroanatomische Grundlagen für intelligentes Verhalten bei Vögeln - Eine Vergleichsstudie" zugestimmt. Sie ist nun berechtigt den Titel einer Privatdozentin zu führen. Wir freuen uns, weiterhin auf die exzellente Expertise von PD Dr. rer. nat. Christina Herold am C. und O. Vogt-Institut für Hirnforschung zählen zu dürfen.


Complete data package of Julich-Brain Atlas released

The full dataset of the Julich-Brain probabilistic maps has been published and can be freely downloaded. The data package comprises 148 probability maps in a three-dimensional reference space.

https://www.humanbrainproject.eu/en/follow-hbp/news/2021/10/13/complete-data-package-julich-brain-atlas-released/


Join us online for the 8th Human Brain Project Summit!

The Human Brain Project and EBRAINS are excited to invite you to the first digital Summit of the Human Brain Project taking place 12-15 October 2021.

The Human Brain Project Summit 2021 will provide an open forum for hundreds of researchers, as well as policy makers, media and public, to discuss exciting scientific results, the latest developments in the project, and the cutting-edge services and tools available on EBRAINS.

The four-day event will kick off with the European Brain Summit taking place on-site in the heart of Brussels, followed by an internal day of HBP meetings carried out online, and finishes with the two-day online scientific conference of the HBP.

You can register here ➡ https://summit2021.humanbrainproject.eu/home/tickets

Find our programme here ➡ https://summit2021-humanbrainproject.eu/programme

We look forward to hosting you for a lively scientific discussion and exchange of ideas around groundbreaking brain science!

Further information can be found here.


BrainComp conference proceedings veröffentlicht

Am 21. Juli 2021 wurde der Tagungsband des BrainComp-Workshops zum Thema "Brain-inspired computing" bei Springer LNCS veröffentlicht. BrainComp ist eine Workshop-Reihe, die Hirnforscher und Informatiker zusammenbringt, um Innovationen voranzutreiben und neue Erkenntnisse über das Gehirn und die Grundlagen der biologischen Informationsverarbeitung zu ermöglichen.

Brain-Inspired Computing

Das neue Open-Access-Buch enthält Beiträge des 4th International Workshop on Brain-Inspired Computing, der im Juli 2019 in Cetraro, Italien, stattfand. Die elf Beiträge in diesem Band beleuchten die digitale Transformation der Neurowissenschaften durch High-Performance Computing (HPC) und präsentieren Forschungsergebnisse zu:

  • Gehirn-Atlasing
  • Multiskalenmodelle und Simulation
  • Rechen- und Dateninfrastrukturen für die Neurowissenschaften
  • Künstliche und natürliche neuronale Architekturen

Der BrainComp-Workshop wurde gemeinsam vom Human Brain Project, der Universität von Kalabrien, der Universität Groningen und dem Forschungszentrum Jülich organisiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Bachelor bestanden - und dann? - Master Translational Neuroscience

Ein tolles Projekt in Zusammenearbeit mit dem Medienlabor der HHU ist heute veröffentlicht worden. In unserem Imagefilm zum Master-of-Science (M.Sc.) Programm Translational Neuroscience an der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf ist das Wichtigste auf den Punkt gebracht. Viel Spaß beim Anschauen. Interesse geweckt? Weirere Informationen: www.translationalneuroscience.hhu.de


Top 10 women in life sciences today

Prof. Dr. med. Katrin Amunts wurde zu den Top 10 women in life sciences today gewählt.

Weitere Informationen finden Sie hier.


EBRAINS in ESFRI Roadmap 2021 (EU) aufgenommen

EBRAINS, die neue digitale Forschungsinfrastruktur des EU-Flagships Human Brain Project (HBP), ist in die Roadmap 2021 des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) aufgenommen worden. ESFRI identifiziert strategisch und forschungspolitisch wichtige Forschungsinfrastrukturmaßen für Europa und wird alle zwei Jahre aktualisiert. Dies ist ein wichtiger Meilenstein für EBRAINS und eine Anerkennung des großen wissenschaftlichen Potenzials der Forschungsinfrastruktur.

Weitere Informationen finden Sie hier.


HBP Young Researcher Event 2021

Das diesjährige HBP Young Researcher Event "EBRAINS for next-generation brain medicine" fand vom 26. bis zum 27. Mai 2021 virtuell statt. Frau Prof. Dr. med. Katrin Amunts übernahm die Funktion des Scientific Chair.

Weitere Informationen zum Event finden Sie hier.


Fellow of the Max Planck School of Cognition

Frau Prof. Dr. med. Katrin Amunts wurde erneut als "Fellow of the Max Planck School of Cognition" bestellt. Sie und ihr Team betreuen Nachwuchswissenschaftler*innen des Programms und fördern deren wissenschaftliche und persönliche Weiterentwicklung. Frau Prof. Amunts fungiert seit dem Start der School im Jahr 2019 zusammen mit Herrn Prof. Dr. med. Arno Villringer als "Speaker" der School.

Weitere Informationen zur Max Planck School of Cognition finden Sie hier.

 


Masterstudiengang Translational Neuroscience reakkreditiert

Der internationale Masterstudiengang Translational Neuroscience an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde erfolgreich reakkreditiert und startet im kommenden Wintersemester mit der sechsten Kohorte.

Die neue Bewerbungsphase für das Wintersemester 2021/2022 läuft aktuell bis zum 31. Juli 2021. Bewerbungen können über die Webseite des Studiengangs eingereicht werden.

Wir freuen uns auf Sie!

https://www.translationalneuroscience.hhu.de/how-to-apply


Neuer Artikel in der Bild der Wissenschaft

In der aktuellen Ausgabe der Bild der Wissenschaft (März 2021) ist ein neuer Artikel zum Gehirn-Atlas erschienen. Rainer Kurlemann schreibt über die Erstellung des 3D-Atlas des kompletten menschlichen Gehirns am Forschungszentrum Jülich. Weitere Informationen zur Ausgabe finden Sie hier.


Neu in Scientific Reports: Deep-Learning Netze lernen zytoarchitektonische Merkmale

Eine neue Publikation mit dem Titel "Deep learning networks reflect cytoarchitectonic features used in brain mapping" ist im Journal Scientific Reports erschienen. Hier gelangen Sie zum Paper.


Postponed to 2023 - Fourth Vogt Brodmann Symposium

The Fourth Vogt Brodmann Symposium “The human brain and its variability”Dedicated to the memory of Karl Zilles was postponed to 2023.

A deeper understanding of the organization of the human brain and its variability is more relevant today than ever before. Modern methods of machine learning and high-performance computing in combination with neuroimaging open up unprecedented possibilities in the fields of brain mapping and medicine. The symposium will provide a forum for the latest research on the organizational principles of the human brain and its variability from different perspectives. The list of invited speakers includes Carmen Cavada, Alan Evans, Angela Friederici, Onur Güntürkün, Gitte Moos Knudsen, Aleksandar Maliković, Gottfried Schlaug, Michel Thiebaut de Schotten, Arthur Toga and Andreas Wree.


Neu in "Science": der Julich-Brain Atlas

"Julich-Brain" heißt der erste 3D-Atlas des menschlichen Gehirns, der die Variabilität der Gehirnstruktur mit mikroskopischer Auflösung abbildet. Über 24.000 hauchdünne Hirnschnitte wurden dafür digitalisiert, in 3D zusammengesetzt und von Experten kartiert. Als Teil der neuen EBRAINS-Infrastruktur des europäischen Human Brain Projects dient der Atlas als „Interface“, um Informationen über das Gehirn räumlich präzise zu verknüpfen. Jülicher und Düsseldorfer Forscher unter der Leitung von Prof. Katrin Amunts haben den neuen Gehirnatlas nun in der renommierten Fachzeitschrift Science vorgestellt.
Weitere Informationen finden Sie hier.


Nachruf Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. Karl Zilles

Am 26. April 2020 verstarb unser lieber Freund und hochgeschätzter Kollege, Professor Emeritus Karl Zilles, nach langer und schwerer Krankheit. Karl Zilles war über viele Jahre Direktor des Instituts für Medizin, später des Instituts für Neurowissenschaften und Biophysik und zuletzt des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich. Er leitete lange das C. und O. Vogt Institut für Hirnforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und war damit der zweite Institutsleiter nach den beiden Namensgebern, deren große Tradition er zu neuem Leben erweckte.

Les Fleurs du Mal von Baudelaire, Adolf Wölfli’s erstaunliche und eindrucksvolle Zeichnungen, die Architektur romanischer Kirchen, Arien der Maria Callas, Konzertaufführungen des Alban Berg Quartetts von Schuberts Werken, die wilde Schönheit des Waimea Canyons und der afrikanischen Wüste, Filme wie Zardos oder auch eine fein gefertigte Stanwell – dies sind nur einige Facetten einer reichen, vielfältig interessierten und beeindruckenden Persönlichkeit, die nicht nur auf der Ebene der Neurowissenschaft herausragte, sondern auch sehr kluge, von tiefem Wissen und Humanismus geprägte Gedanken zu einer Vielzahl von Themen beigetragen hat.

Auch wenn der Begriff des Universalgelehrten heute vielleicht ein wenig aus der Mode gekommen sein mag, so charakterisiert er den Menschen Karl Zilles doch recht genau. Er begriff sein Engagement für die Wissenschaft als einen zentralen Teil seines Lebens, er war unglaublich fleißig und produktiv, und mit seiner Kreativität leitete er eine Vielzahl wichtiger Entwicklungen in der modernen Hirnforschung ein.

Nach seinem Studium der Medizin an der der Johann-Wolfgang-Goethe Universität in Frankfurt, gefördert von der Studienstiftung des Deutschen Volkes, ging er als wissenschaftlicher Assistent an das Anatomische Institut der Medizinischen Hochschule in Hannover in die Neuroanatomie und habilitierte dort. Von Beginn an war er davon überzeugt, dass die Hirnforschung messbare Daten und Fakten braucht, um die komplizierten Zusammenhänge in der menschlichen Hirnrinde mit ihren Schichten und Zellsäulen zu verstehen und darüber hinaus. Er war ein Pionier bei der Einführung von Fernsehbildanalysatoren und entwickelte stereologische Verfahren, um die zelluläre Architektur zu enträtseln. Nach Stationen in Kiel und Köln wurde er 1991 Direktor der Neuroanatomie und des traditionsreichen C. und O. Vogt Instituts für Hirnforschung an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und schließlich 1998 Direktor in Jülich.

Wissenschaftlich noch heute von immenser Bedeutung sind seine grundlegenden Arbeiten und methodischen Entwicklungen zur autoradiographischen Markierung von Rezeptoren für verschiedene Botenstoffe, zu vergleichenden anatomischen Untersuchungen oder auch die Initiierung einer Gruppe zu Polarisationsmikroskopie in Jülich. Aus verschiedenen Forschungskooperationen innerhalb Europas, mit den USA und Kanada heraus entstand die Idee, Wahrscheinlichkeitskarten der zellulären Architektur der Hirnrinde zu entwickeln, um die große individuelle Variabilität in den Hirnkarten abbilden zu können. Damit wurde es möglich, die räumlich präzisen Karten vom menschlichen Gehirn in Atlanten und Datenbanken des menschlichen Gehirns, die mit der sich rasant entwickelnden in-vivo Bildgebung entstanden, zusammen zu führen. Mit seiner Überzeugungskraft, seinem stets in seiner Tiefe und Breite erstaunendem Fachwissen, aber auch seiner Fähigkeit, auf andere Menschen zuzugehen und sie zu gewinnen, hat er wesentlich dazu beigetragen, dass sich dieser Bereich der Forschung so stürmisch entwickeln konnte. Ein bis heute anhaltender Gradmesser dieser seiner Motivationsstärke ist die Organisation for Human Brain Mapping, die in ihren jährlichen Kongressen mehr als 3000 Teilnehmer versammelt. Auch hier wirkte er an führender Stelle und leitete zeitweise als Chair deren Council.

Jülich bot die große Perspektive eines allumfassenden Zugangs zur Hirnstruktur und Funktion vor Ort und ermöglichte es ihm, die Neurobildgebung als „Fenster“ in das lebende Gehirn aufzubauen und die verschiedenen zeitlichen und räumlichen Aspekte seiner Organisation zusammen zu führen. Es entstand ein breites Spektrum an Arbeitsgruppen, von denen sich viele in Institutsbereiche entwickeln konnten. Nicht wenige seiner Doktoranden, Mitarbeiter und Gastwissenschaftler sind heute Lehrstuhlinhaber oder an anderer Stelle in leitenden Positionen tätig. Er hat mehr als nur eine Generation von Wissenschaftlern gefördert, gefordert und geprägt, aber immer vor dem gleichen hohen Anspruch, den er an sich selbst gestellt hat.

Sein wissenschaftlicher Weg und seine große Reputation führten ihn in viele verantwortungsvolle Positionen – so als Sprecher eines Sonderforschungsbereiches in Düsseldorf und eines Forschungsverbunds in Jülich. Er war treibende Kraft und (Mit-)Herausgeber der Zeitschrift Brain Structure and Function, die infolge ihrer hohen Qualität ein großes Ansehen genießt. Sein umfangreiches Werk wurde mit dem Dr. Robert Pfleger Forschungspreis gewürdigt und mit der Aufnahme in die Leopoldina sowie in die Akademie der Wissenschaften und Künste in NRW. Karl Zilles war ein überaus angesehener Wissenschaftler, aber auch ein höchst erfolgreicher Forschungsmanager.

Ich durfte mit Karl Zilles seit seiner Zeit als Direktor der Hirnforschung in Düsseldorf zusammenarbeiten und habe ihn als Vorbild in der akademischen Lehre und in der Forschung erlebt. Später holte er mich nach Jülich, wo ich eine Arbeitsgruppe übernahm und dann als Direktorin viele der von ihm vorgezeichneten Wege weiterführen und darauf aufbauen konnte. Ich sehe seine Aktivitäten als ganz zentral für die wissenschaftliche Ausrichtung in Jülich und in Düsseldorf an. Seine wissenschaftlichen Kooperationen eröffneten den Zugang in eine europäische Forschungslandschaft, die wir heute in vielen Bereichen maßgeblich mitgestalten können. Das alles wäre schwer vorstellbar ohne ihn.

Gleichwohl Karl Zilles 2012 in den Ruhestand ging, so blieb er dennoch dem Institut als JARA-Seniorprofessor erhalten und konnte sich nun ganz seiner geliebten Tätigkeit als Wissenschaftler widmen. Er erkannte früh die Bedeutung der Digitalisierung und des computergestützten Arbeitens für die Hirnforschung und wurde auch hier engagierter Partner und Ideengeber. Viele wichtige Publikationen sind auch in dieser letzten beruflichen Phase entstanden, und nicht umsonst war Karl Zilles mehrfach der meistzitierte Neurowissenschaftler Deutschlands und einer der meistzitierten Autoren auf diesem Gebiet weltweit.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Neurowissenschaften, INM-1, des Forschungszentrums Jülich und des C. und O. Vogt Instituts für Hirnforschung sind Karl Zilles auf immer zu großem Dank verpflichtet – für seinen enormen Einsatz, seinen hohen Forschungsethos, seine Rolle als akademischer Lehrer bei der Förderung junger Menschen, seine Hilfsbereitschaft und Unterstützung und sein tiefe Menschlichkeit.

Karl, wir werden Deiner stets ein ehrenvolles Andenken bewahren.

Prof. Katrin Amunts
Director of the Institute of Neuroscience, INM-1, of Forschungszentrum Jülich and Director of the C. and O. Vogt Institute for Brain Research, Medical Faculty, Heinrich-Heine University Düsseldorf

 


HBP-Ausstellung "Faszination Gehirn" im Landtag NRW



Die Ausstellung des Human Brain Project (HBP) gastiert vom 14. bis 30. Januar 2020 im Düsseldorfer Landtag. Das HBP setzt an der Schnittstelle von Neurowissenschaft, Medizin und Technologie an. Als europäisches Flaggschiff-Projekt ist es eines der größten jemals von der EU finanzierten Projekte. 

Wir sind am Universitätsklinikum Düsseldorf mit drei Instituten beteiligt, das Cécile und Oskar Vogt Institut für Hirnforschung (Frau Prof. Dr. Katrin Amunts), das Insitut für Anatomie I (Frau Prof. Dr. Svenja Caspers) und das Institut für Systemische Neurowissenschaften (Herr Prof. Dr. Simon Eickhoff). Am HBP arbeiten mehr als 500 Wissenschaftler aus 19 Ländern an 131 europäischen Partnerinstitutionen. Scientific Research Director und Vorsitzende des Science and Infrastructure Board (SIB) des HBP ist unsere Direktorin Frau Prof. Dr. Katrin Amunts.




Die Ausstellung zeigt neueste Erkenntnisse aus der HBP-Forschung und macht die atemberaubende Komplexität des Gehirns in spektakulären Bildern, Exponaten und Filmen für den Besucher erlebbar. Die Ausstellung ist noch bis Ende dieser Woche zu sehen.


Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Pressemitteilung des Landtag NRW



"Faszination Gehirn" - Eine Ausstellung über das Human Brain Project


Das Human Brain Project (HBP) ist eines der größten jemals von der EU geförderten wissenschaftlichen Projekte. Um Durchbrüche im Verständnis des menschlichen Gehirns zu erzielen, verfolgt das Forschungsvorhaben den Ansatz, Hirnforschung und leistungsstarke Computertechnologien miteinander zu verknüpfen und der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Eine Ausstellung des Forschungszentrums Jülich und des HBP-Konsortiums im Foyer des Deutschen Bundestags präsentiert vom 28. November bis 19. Dezember neueste Erkenntnisse aus der HBP-Forschung und macht die atemberaubende Komplexität des Gehirns in spektakulären Bildern, Exponaten und Filmen für den Besucher erlebbar.





Bildergalerie von der Ausstellungseröffnung (Fotos: Tobias Koch)

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Pressemitteilung des Forschungszentrums Jülich und auf den Internetseiten des Deutschen Bundestags.


Wir sind am Universitätsklinikum Düsseldorf mit drei Instituten beteiligt, das Cécile und Oskar Vogt Institut für Hirnforschung (Frau Prof. Dr. Katrin Amunts), das Insitut für Anatomie I (Frau Prof. Dr. Svenja Caspers) und das Institut für Systemische Neurowissenschaften (Herr Prof. Dr. Simon Eickhoff). Am HBP arbeiten mehr als 500 Wissenschaftler aus 19 Ländern an 131 europäischen Partnerinstitutionen. Scientific Research Director und Vorsitzende des Science and Infrastructure Board (SIB) des HBP ist unsere Direktorin Frau Prof. Dr. Katrin Amunts.


Die Ausstellung gastiert vom 21. Bis 30. Januar 2020 im Düsseldorfer Landtag.



Kai Kiwitz ist neuer "0-Year-Student" an der Max Planck School of Cognition


Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter und angehender Postdoc Kai Kiwitz wurde vom Auswahlkomittee zur "0-Year-Student"-Kohorte der Max Planck School of Cognition (MPS-Cog) gewählt. Seit Juli hilft er bei der Finalisierung des noch jungen Graduiertenprogramms. Im Herbst 2019 werden die allerersten MPS-Cog-Doktoranden beginnen. Ihnen wird Kai als "0-Year-Student" und Betreuer zur Seite stehen.

Wir wünschen ihm viel Erfolg!





C. und O. Vogt Institut für Hirnforschung goes Instagram!


Wir haben unseren Internetauftritt erweitert und sind ab sofort auch auf Instagram für Sie da. Auf unserem neuen Social-Media Account posten wir aktuelle Bilder und Videos über unser Hirnforschungsinstitut am Universitätsklinikum Düsseldorf als auch über unseren Masterstudiengang Translational Neuroscience an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Wir freuen uns darauf unser neues Profil mit vielen schönen Impressionen aus der Hirnforschung zu füllen, sowie unser Team und unsere Studierenden vorzustellen.




online seit: 20.09.2019


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