Extrazelluläre Matrix

Extrazelluläre Matrix (EZM) umgibt fast alle Körperzellen und bildet ein Mikromilieu, das die Eigenschaften von Zellen wie z.B. die Differenzierung und Migration aber auch Entzündungsreaktionen und metabolische Prozesse steuert. 

Organübergreifend ist die Matrix strukturgebend und verantwortlich für die spezifischen Eigenschaften von Organen (z.B. Elastizität von Sehen und Blutgefäßen, Kompressionsstabilität von Knorpel oder Steifigkeit und Elastizität von Knochen) (Del Monte-Nieto et al 2020, JACC). Daher ist die EZM von äußerst wichtiger Bedeutung für sowohl zelluläre Prozesse als auch generelle Organfunktionen. Pathophysiologische Veränderungen der EZM führen u.a. zu dem großen Problem der Organfibrose (z.B. im Herzen, in der Lunge oder Leber) oder auch zu Wundheilungsstörungen oder der Instabilität von atherosklerostischen Plaques (Hartmann et al. Circ. Res. 2021).

Das Institut ist seit Jahrzehnten auf dem Gebiet der EZM-Forschung tätig und ausgewiesen. In dieser Zeit wurden u.a. wichtige Einsichten zur Funktion von Hyaluronsäure, der Hyaluronsäure Synthasen und der Hyaluronsäure Rezeptoren in der Atherosklerose, der Restenose, dem Myokardinfarkt, dem systemischen Metabolismus und entzündlichen Erkrankungen sowie Tumorerkrankungen gewonnen. Die Arbeit erfolgt in einem interdisziplinären Team aus Medizinern und Naturwissenschaftlern und Bioinformatikern.

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