GIVe-PIA: Gewaltopfer-Identifikation und -Versorgung in Psychiatrischen Institutsambulanzen

Verschiedene Studien lassen auf ein erhöhtes Risiko für Gewalterleben bei Patient:innen mit psychiatrischen Erkrankungen gegenüber nicht-erkrankten Personen schließen. Da Gewalterleben verschiedene psychische und physische Folgen nach sich zieht ist die die Kenntnis etwaiger Gewalterfahrungen für eine angemessene Behandlung relevant. Gleichzeitig ist eine entsprechende Dokumentation für die strafrechtliche Verfolgung wichtig.

Um die Versorgung von psychiatrischen Patient:innen zu verbessern, beschäftigt sich unsere Arbeitsgruppe in einem ersten Schritt zwecks Bedarfsanalyse mit folgenden Fragen: 

Erleben psychiatrische Patient:innen häufiger Gewalt als die Allgemeinbevölkerung und welche Risiko- und Schutzfaktoren lassen sich identifizieren?

Kommen psychiatrische Patient:innen in engem zeitlichem Zusammenhang zu Gewalterleben in Kontakt mit psychiatrisch-medizinischem Personal  und gibt es Hürden in der Versorgung von Gewaltbetroffenen, wenn ja, welche?

Kommt medizinisches Fachpersonal in der ambulanten psychiatrischen Versorgung in Kontakt mit psychiatrisch Patient:innen, die Erfahrungen von interpersoneller Gewalt einschließlich akuter Gewaltvorfälle gemacht haben, und ist das Fachpersonal auf die Gewaltopferversorgung ausreichend vorbereitet? 

GIVe-PIA ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für Rechtsmedizin Düsseldorf und dem LVR Klinikum Langenfeld, Allgemeinpsychiatrie 2. 

Arbeitsgruppe:

Dr. med. S. Siegel (Institut für Rechtsmedizin Düsseldorf)

Dr. med. I. Kapsimali (LVR Klinikum Langenfeld)

Cand. med. H. Macak 

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