Willkommen auf den Seiten der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Diese Seiten geben einen Überblick über unsere Klinik und unsere Ambulanzen. Das Spektrum der Klinik reicht von kleineren Eingriffen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich, die oftmals ambulant durchgeführt werden können, bis hin zu größeren, ausgedehnteren Operationen, die eine stationäre Unterbringung nach sich ziehen. Hochqualifizierte Ärzte, umfassend geschultes Pflegepersonal, medizinisch-technisches Fachpersonal und viele mehr stehen für unsere Patientinnen und Patienten rund um die Uhr bereit und gewährleisten Hand in Hand eine optimale Versorgung mit modernsten Geräten und nach den aktuellsten Behandlungsmethoden.

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Gesamtes Behandlungsspektrum: Eine detaillierte Übersicht finden Sie hier.

Terminvereinbarung

 

gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten:

Telefon: (0211) 81-18205

 

privat versicherte Patientinnen und Patienten:

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Notfalltelefon / Arzt vom Dienst:

Telefon: (0211) 81-07443

(mo - do ab 16:00 Uhr / fr ab 14:30 Uhr / sa, so, feiertags: ganztags)


Direktor der Klinik

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Norbert R. Kübler

Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Plastische Operationen

Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf


Zertifiziertes Kopf-Hals-Tumorzentrum



Das Zentrum für Kopf-Hals-Tumoren des Universitätsklinikums Düsseldorf ist ein anerkanntes und zertifiziertes Zentrum der Deutschen Krebsgesellschaft. Hier findet die Betreuung von Patienten mit gutartigen, aber v.a. bösartigen Erkrankungen in einem engen Verbund aller Fachdisziplinen nach hohen festgelegten Standards statt. Dabei basieren die vorgeschlagenen Therapien auf den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften (beispielsweise S3-Leitlinie für Patienten mit Mundhöhlenkarzinomen). Weitere Informationen


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Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, angesiedelt im Zentrum für Operative Medizin II, stellt ihr breites Leistungsspektrum vor.


Ein schneller Überblick über das Leistungsspektrum der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie ein Interview mit dem Chefarzt Prof. Dr. Dr. Norbert Kübler.


       




Speichelsteinerkrankungen

Speichelsteine (in der Fachsprache auch Sialolithen genannt) sind eine der häufigsten Ursachen für eine einseitige Entzündung der großen paarigen Kopfspeicheldrüsen. Die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) ist mit ca. 80-90% am häufigsten betroffen. Speichelsteine bestehen aus einem organischen und anorganischen Anteil.

Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen der dritten und fünften Lebensdekade, in seltenen Fällen können aber auch schon im Kindesalter Steine auftreten. Typische Symptome sind rezidivierende schmerzhafte Schwellungen im Berech der betroffenen Drüse. Charakteristisch ist dabei der enge zeitliche Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Beschwerden und einer Anregung der Speichelsekretion, beispielsweise durch Nahrungsaufnahme („Speichelsteinklolik“). In der Regel ist diese Schwellung nur temporär und ist innerhalb von Stunden oder Tagen rückläufig. Bei längerem Krankheitsverlauf kann es zu einer lange andauernden Schwellung im Bereich der betroffenen Drüse kommen. Im Falle einer akuten Entzündung kann sich eitriges Sekret aus dem jeweiligen Ausführungsgang entleeren. Abszesse, also Eiteransammlungen im Gewebe, sind mögliche Komplikationen einer Sialadenitis.

Diagnostik

In seltenen Fällen erfolgt die Diagnose eines Speichelsteins als Zufallsbefund im Rahmen einer zahnärztlichen Röntgenuntersuchung. Weitaus häufiger ist eine Diagnose durch verschiedene diagnostische Verfahren nach dem erstmaligen Auftreten einer „Speichelsteinkolik“. An diagnostischen Basisverfahren sind die klinische Untersuchung, konventionelle Röntgenaufnahmen, der Ultraschall (Sonographie) und die konventionelle Sialographie (Röntgenkontrastdarstellung des Gangsystems) zu nennen. In unserem Zentrum können wir zusätzliche in den letzten Jahren neu entwickelte diagnostische und therapeutische Verfahren anbieten, beispielsweise die Magnetresonanz-Sialographie und die Speichelgangendoskopie.



Speichelgangendoskopie

Diese seit Mitte der 90er Jahre entwickelte Technik stellt eine Kombination eines diagnostischen und gleichzeitig therapeutischen Verfahrens dar. Diese Untersuchung schließt die diagnostische Lücke zur Differenzierung von Steinen, Gangstrikturen und entzündlichen Veränderungen, da diese direkt visualisiert werden können. Bei dieser Untersuchung wird das den Speichel ableitende Gangsystem der großen Speicheldrüsen untersucht und Einengungen der Drüsenausführungsgänge können diagnostiziert und in der gleichen Sitzung therapiert werden.

Das Endoskop wird über die Öffnung des Ausführungsganges  eingeführt und unter Sicht vorgeschoben.

Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass es im Vergleich zu den operativen Verfahren ein deutlich geringeres Risiko einer möglichen Verletzung motorischer Gesichtsnerven (N. facialis), der sensiblen oder motorischen Zungennerven (N. lingualis, N. hypoglossus) aufweist. Des Weiteren wird dieses Verfahren in einer örtlichen Betäubung durchgeführt, und ist eine schmerzfreie Behandlung. Nur in Einzelfällen kann es notwendig sein die Untersuchung in einer kurzen Vollnarkose durchzuführen. Es besteht die Möglichkeit Verengungen mittels spezieller Dilatationsballons aufzudehnen und temporär Stents einzulegen. Eine diagnostische Speichelgangendoskopie dauert ca. 15 Minuten.



Therapie

Im Rahmen einer akuten ggf. eitrigen Entzündung einer Speicheldrüse ist die konservative Therapie bestehend aus Kühlung, Anregung der Speichelsekretion, mehrfach täglicher Drüsenausmassage und Antibiotikagabe die Therapie der Wahl. Nach Abklingen der Beschwerden sollte sich eine Suche nach den Ursachen mit den oben genannten Diagnoseverfahren anschließen. Nur dann kann die richtige Therapieoption aus den multiplen invasiven und nichtinvasiven therapeutischen Möglichkeiten ausgewählt werden. Dabei richtet sich die Wahl der geeigneten Therapie nach der Lokalisation, der Anzahl und der Form und Größe des Steines.

In den letzten Jahren hat sich ein Wandel in Bezug auf die therapeutischen Maßnahmen bei Speichesteinen vollzogen. Inzwischen weiß man, dass entgegen früherer Annahmen ein Steinleiden nicht zu persistierenden Funktionseinschränkungen der Speicheldrüse führt und somit eine operative Entfernung der Drüse nicht immer notwendig ist. Vielmehr weiß man, dass die Drüsenfunktion nach Beseitigung des Abflusshindernisses sich wieder regenerieren kann. Anhand der unten aufgeführten Flussdiagramme soll dargestellt werden, wie differenziert die Stufentherapie einer Sialolithiasis heute ist. Die operative Entfernung der Drüse steht heute als Therapiemaßnahme an letzter Stelle.

Therapieverfahren

interventionelle Speichelgangsendoskopie

Die Speichelgangsendoskopie (SGE) stellt nicht nur ein diagnostisches Verfahren dar, sondern kann auch therapeutisch genutzt werden. Über einen Arbeitskanal können nun zusätzlich Fangkörbchen in den Ausführungsgang eingeführt werden und kleinere Steine geborgen werden. Dieses Verfahren setzt voraus, dass der Stein sich im Ausführungsgang  befindet, frei flottierend ist, mit dem Endoskop erreichbar ist und eine Größe hat die mit dem Fangkörbchen zu bergen ist.

Die interventionelle Speichelgangsendoskopie und die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) sind zwei Verfahren die sich therapeutisch sehr gut kombinieren lassen. So werden große Steine zunächst mittels der ESWL zertrümmert und die entstandenen Restkonkremente können, sofern sie nicht spontan abgehen, in einer folgenden Sitzung mit Hilfe der Speichelgangsendoskopie entfernt werden.

Neben der Steinbehandlung können mit der interventionellen SGE auch Stenosen aufgedehnt werden. Hierzu wird ein spezieller Dilatations-Ballon eingeführt und die Stenose mechanisch erweitert. Je nach Art der Stenose kann es notwendig sein, dass postoperativ ein Stent/Schiene in den Ausführungsgang eingelegt werden muß, um das erreichte Ergebnis zu sichern. Bei diesem Stent handelt es sich um eine flexible Silikonschiene, die nach 3 Wochen problemlos entfernt wird.

Bei einer Sialodochitis (Entzündung des Ganges) können durch eine Spülung (Lavage) des Gangsystems entzündliche Plaques ausgespült werden und so eine deutlich Besserung der Beschwerden erreicht werden.

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL)

Das aus der Urologie bekannte Verfahren der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie zur Zertrümmerung von Nierensteinen wird seit Mitte der 90er Jahre auch bei der Therapie von Speichelsteinen angewendet. Dabei werden die Speichelsteine durch von außen eingeleitete Ultraschallwellen zertrümmert und können dann über die Öffnung des Ausführungsganges ausgespült werden. Dazu wird der Stein mittels Ultraschall geortet und unter kontinuierlicher Ultraschallkontrolle Stoßwellen zunehmender Intensität appliziert. Es sind bis zu drei Sitzungen (pro Sitzung 45 – 90 Min.) im Abstand von 4-12 Wochen zur Steinzertrümmerung nötig.

Die Erfolgsaussichten bei der Anwendung im Bereich der Ohrspeicheldrüse (Steinfreiheit in 55 – 80% der Fälle) sind besser einzuschätzen als bei der Anwendung an der Unterkieferspeicheldrüse (Steinfreiheit in 20 -63% der Fälle).

Operative Gangschlitzung

Dieser Eingriff kann in fast allen Fällen in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden. Voraussetzung für diesen Eingriff ist, dass der Stein nahe an der Öffnung des Ausführungsganges liegt. Hierbei wird die Öffnung des Ganges geschlitzt, so dass der Stein diese Engstelle überwinden kann und ausgespült bzw. direkt chirurgisch geborgen wird.

Kombiniert endoskopisch-operatives Vorgehen

Da große Steine  (> 8mm) häufig nicht durch die Stoßwellenlithotripsie zertrümmert werden können, stellen sie eine große therapeutische Herausforderung dar. Das kombiniert endoskopisch-operative Verfahren stellt eine mögliche Alternative zur operativen Drüsenentfernung dar. Hierbei wird zur Entfernung von großen Steinen die Speichelgangsendoskopie mit der offenen operativen Steinentfernung kombiniert.

Operative Entfernung der Drüse

In wenigen therapieresistenten Fällen, die trotz Ausschöpfung sämtlicher therapeutischer Möglichkeiten immer wieder Beschwerden verursachen, bleibt als letzte Maßnahme nur die operative Entfernung der betroffenen Speicheldrüse. Durch eine operative Entfernung einer Speicheldrüse kommt es in der Regel zu keiner Einschränkung in Bezug auf die Speichelbildung, da die restlichen Speicheldrüsen noch genügend Speichel produzieren.

Spezialsprechstunde und Anmeldung

Über die Möglichkeiten und die Notwendigkeiten (Indikation) der diagnostischen Verfahren und der therapeutischen Möglichkeiten informieren wir Sie gerne im Rahmen unserer Speicheldrüsensprechstunde. Im Rahmen unserer Spezialsprechstunde erstellen wir für Sie einen optimalen, individuell angepassten Diagnostik- und Therapieplan. Neben der klinischen Untersuchung werden wir, soweit erforderlich, an diesem Termin eine Ultraschalluntersuchung durchführen und ggf. Röntgenbilder anfertigen. Bei Bedarf werden wir weitere diagnostische Verfahren zum Einsatz bringen. Da diese apparativ aufwändig sind, werden wir hierfür gesonderte Termine mit Ihnen vereinbaren. An unserem Zentrum können wir auf sämtliche oben aufgeführten Diagnostikverfahren zurückgreifen. SolltenVorher schon andernorts bildgebende Verfahren (z.B. Panoramaschichtaufnahme beim Zahnarzt, Computertomographie oder Magnetresonanztomographie usw.) durchgeführt worden sein, dann bringen Sie bitte diese Aufnahmen zum Termin mitbringen könnten.

Ihre Ansprechpartner in der Sprechstunde werden Oberarzt Dr. Dr. C. Sproll, Dr. H. Holtmann, Dr. Dr. B. Wilhelm und Herr C. Bötel sein. Die Sprechstunde findet jeweils freitags von 08.30  bis 14.30 Uhr statt. Eine Anmeldung kann über das Sekretariat erfolgen (Tel.: 0211-81-18181).

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