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Sonographie

OÄ Prof. Dr. med. Verena Keitel

OA Dr. med. Michael Kallenbach

Sprechstunden:

nach Vereinbarung

Sonographie

Kontrastmittelsonographie

Leberpunktion/ Drainagen

Autoimmun-BSEP-Defizienz

Ein traditioneller Schwerpunkt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf ist die Ultraschalldiagnostik. Die Ultraschalluntersuchung des Abdomens ist ein wichtiges diagnosti­sches Verfahren der modernen Medizin.  In unsere Abteilung werden jährlich mehr als 15.000 Ultraschall-Untersuchungen für das gesamte Universitätsklinikum Düsseldorf durchgeführt.

Die Abteilung verfügt über moderne High-End Geräte der neuesten Generation. Mit der immer besseren Auflösung der Geräte werden detaillierte Bilder der inneren Organe erzeugt. Vorteile der Ultraschall-Diagnostik gegenüber anderen Bildgebenden Verfahren liegen in den breiten Verfügbarkeit, den geringen Kosten und der Abwesenheit von Röntgenstrahlung. Doppler- und Farbdoppleruntersuchungen, sowie der Kontrastmittelultraschall bieten zudem die Möglichkeit, funktionelle Parameter zu bestimmen und eine hervorragende Differentialdiagnostik z.B. bei Lebertumoren zu liefern.


Wie funktioniert Ultraschall? 

Bei der sogenannten B-Bild-Sonographie (B: brightness = Bildhelligkeit) werden Schallwellen vom Schallkopf in den Körper ausgesandt. Die Schallwellen werden abhängig von der Gewebszusammensetzung unterschiedlich stark reflektiert. Die reflektierten Wellen werden vom Schallkopf gemessen, dabei wird die Intensität des reflektierten Schalls im Sonographiebild in einen Grauwert unterschiedlicher Helligkeit umgewandelt. Flüssigkeit reflektiert den Schall gar nicht und wird daher schwarz dargestellt, während z.B. Bindegewebe  den Schall sehr stark reflektiert und daher hell dargestellt wird.

Je weiter eine Struktur vom Schallkopf entfernt ist, um so länger braucht der reflektierte Schall, um zum Schallkopf zurückzukehren, so dass hieraus die Entfernung der entsprechenden Struktur vom Schallkopf berechnet und zur Darstellung des zweidimensionalen Bildes verwendet werden kann.

Die bei der Sonographie verwendeten Schallwellen liegen im Ultraschallbereich und sind somit für das menschliche Ohr nicht hörbar. Die verwendeten Frequenzen liegen zwischen 2 und 20 MHz (Mega-Hertz; 106 Hz). In der Tierwelt dient Ultraschall z.B. Fledermäusen oder Delphinen zur Orientierung.


Wie läuft eine Ultraschalluntersuchung ab und wie bereiten Sie sich vor? 

Die Untersuchung sollte möglichst in nüchternem Zustand durchgeführt werden, da zum Beispiel eine Tasse Kaffee kurz vor der Untersuchung bereits ein Zusammenziehen der Gallenblase hervorrufen und damit die Feststellung von Gallensteinen erschweren kann. Für die Untersuchung der Harnblase, der Prostata, der Gebärmutter und der Eierstöcke ist eine gefüllte Harnblase vorteilhaft, da hierdurch die Einsehbarkeit verbessert ist.

Die Untersuchung wird in Rückenlage durchgeführt. Zur Ankopplung des Ultraschallkopfes  an die Haut wird ein Kontaktgel auf die Bauchhaut aufgetragen. Damit die Organe des Oberbauches besser einsehbar sind, werden Sie wiederholt aufgefordert werden, tief einzuatmen und die Luft anzuhalten.

Die Sonographie hat keine Nachwirkungen. Bis heute sind keine Hinweise für eine schädigende Wirkung der Ultraschallwellen bekannt. Nach der Untersuchung können Sie ohne Risiko wieder am Straßenverkehr teilnehmen oder Auto fahren.


Das Leistungsspektrum der Abteilung umfasst: 

Die bei uns durchgeführten Untersuchungen erfassen das gesamte Abdomen und bei spezieller Fragestellung Hals, Thorax, Extremitäten und Weichteile sowie sämtliche Gefäß- und Lymphknotenregionen: 

  • B-Bildsonographische Untersuchungen der Abdominal- und Retroperitonealorgane, des Thorax und der Pleura sowie der Schilddrüse
  • Farbdopplersonographie der Abdominal- und Retroperitonealgefässe
  • Farbdopplersonographie und Kompres­sions­sonographie der Extremitätenvenen
  • Untersuchung von Lebertumoren mit Kontrastmittel-Ultra­schall
  • Kontrastmittel-Ultraschall extra­hepa­ti­scher Organe (Milz, Pankreas, Nieren, Lymphknoten)
  • Restharn-Bestimmung 

 

Zusätzlich werden folgende interventionelle Verfahren in der Sonographie durchgeführt:

  • Ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktionen und Menghini-Punktionen
  • Ultraschallgesteuerte Radiofrequenz­ab­la­tion von Lebertumoren
  • Alkoholinstillation bei Lebertumoren (PEI)
  • Abszessdrainagen
  • Perkutane Aspiration Injektion Reaspiration von Echinokokkuszysten (PAIR)
  • Guiding bei PTCD- und TIPS-Anlagen (in Zusammenarbeit mit der Endoskopie bzw. Radiologie) 

 

Die Abdomensonographie beurteilt die Organe des Ober- und Unterbauchs, das Retro­peritoneum mit seinen Gefäß­strukturen und Lymph­knoten, sowie die viszeralen Höhlen. Neben der konventionellen B-Bild-Sonografie kom­men die farbkodierte Duplexsonographieund die pulsed wave-Dopplersonographie zur Beurteilung der Organdurchblutung und in verstärktem Maße die Kontrastmittel­sonographie (KM) zum Einsatz. KM-sonographische Untersuchungen sind fester Be­stand­teil bei der Beurteilung HCC-ver­dächtiger Herde bei Patienten mit Leber­zirrhose. Die Abteilung stellt in NRW ein Kompetenzzentrum für dieses Untersuchungsverfahren dar. Dabei hat sich die KM-Sonographie zu einer ebenbürtigen Methode im Vergleich zu CT- und MRT-Untersuchungen entwickelt.

Es stehen derzeit drei High-End Ultra­schall­geräte zur Verfügung, u.a. das Toshiba Aplio 80 und Toshiba Aplio XG mit diversen Modulen zum Tissue Harmonic Imaging, Flash Echo Imaging, Advanced Dynamic Flow und Tissue Doppler Imaging. Im Bereich der Kontrast­verstärkung beinhalten die Geräte Techniken zur Pulse Substraction Low MI, zum Vascular Recognition Imaging (VRI), Microflow Imaging  und für Replenishment-Messungen. Die Aus­stat­tung der Geräte mit Kontrastmittelfähigen Punk­tions­ultraschallsonden dient dem Einsatz bei diffizilen Punktions­indikationen.

Das Acuson S2000 (Siemens), beinhaltet neben dem bewährten Panorama-Verfahren SieScape und dem Contrast Harmonic Imaging (CHI) das ARFI-Modul (Acoustic Radiation Force Impulse), mit dem es erstmals möglich ist, direkt im B-Bild quantitative Messungen der Leber­steifigkeit (Elastographie) vor­zu­nehmen.

Farbdopplersonographische Unter­suchun­gen der abdominellen, intra- und retroperitonealen Gefäß­gebiete sowie intrahepatischer Stents (TIPS) gehören zur routiniert und hochqualitativ durchgeführten Diagnostik der Sonographieabteilung.

Die sonographisch gesteuerte Punktion der Leber mit Gewinnung einer Gewebeprobe ist wichtig in der Diagnostik vieler Leber- und Stoffwechsel­erkrankungen. Die gezielte ultraschallgesteuerte Punktion tumor­verdächtiger Strukturen in der Leber, der Milz oder in Lymphknoten gehört zu den Routine-Leistungen der Sonographie und kann in vielen Fällen ohne großen technischen Aufwand eine Diagnose sichern.


Aus- und Weiterbildung in der Sonographie 

Jährlich findet der "Düsseldorfer Sono­graphietag", der von der Klinik für Gastro­enterologie, Hepatologie und Infek­tiologie ausgerichtet wird, statt. Neben verschiedenen Anwendungsbereichen der Sonographie werden aktuelle Ent­wick­lungen vor allem auf dem Gebiet der Kon­trast­mittelsonographie und der interventionellen Sonographie klinisch und wissenschaftlich durch ausgewiesene Refe­renten präsentiert. Daneben werden eigene Veranstaltungen zur Kontrastmittelsonographie organisiert. Mitarbeiter der Klinik sind maßgeblich an der Ausrichtung des Postgraduiertenkurses  Ultrasound Methods for Morbidity Assessment in Schistosomiasis (Sonographie bei Tropenkrankheiten) beteiligt.

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