Leukämie Lymphom Liga e.V. seit 1988

Förderkreis zur Bekämpfung von Leukämien, Lymphomen und anderen Blutkrankheiten bei Erwachsenen

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Leukämie Lymphom Liga e.V.

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Leukämie Lymphom Liga e.V.

Die Leukämie Lymphom Liga e.V. hilft Patienten und unterstützt die Forschung an den Fachkliniken in Düsseldorf und Duisburg.

Kontakt:

Leukämie Lymphom Liga e.V.
Universiätsklinikum Düsseldorf
Gebäude 11.62

Moorenstraße 5
40225 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 811 95 30
Fax:      0211 / 811 62 22
E-Mail: info@leukaemieliga.de

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Handeln - Helfen - Heilen

Wir sind ein unabhängiger Verein und fördern die Arbeit der "Klinik für Hämatologie, Onkologie und klinische Immunologie" der Universität Düsseldorf.

  • Wir wollen Ihre Situation als Betroffene und die Ihrer Angehöriger durch Finanzierung von Forschungsprojekten, Geräten und bei der Fortbildung von medizinischem Personal verbessern.
  • Wir wollen dazu beitragen, alle Leukämien und Lymphome heilbar zu machen.
  • Wir wollen Ihre Versorgung und Betreuung optimieren.
  • Wir wollen Ihre Lebensqualität während der Therapie verbessern.

Unser besonderes Anliegen ist die menschliche Zuwendung, die einen wichtigen Teil der medizinischen Versorgung darstellt. Wir wollen Sie stark machen - geistig und Körperlich.

Herzlich willkommen auf unserer Seite.

Drei Jahrzente Kampf gegen Leukämie

Zeitungsartikel der Rheinischen Post von Christoph Wegener, 02.03.2020  

Die Düsseldorfer Leukämie Lymphom Liga hilft seit 30 Jahren betroffenen Patienten und deren Angehörigen. Außerdem unterstützt der Verein die medizinische Forschung. In manchen Bereichen waren sie dabei ihrer Zeit weit voraus.    

Das eigene Leben kann sich vom einen auf den anderen Augenblick komplett ändern. Manchmal reicht dafür schon ein einzelner Arztbesuch. „Als bei mir Leukämie diagnostiziert wurde, kam das sehr überraschend. Ich litt zwar längere Zeit an grippeähnlichen Symptomen, aber damit hatte keiner gerechnet“, erzählt Luca Schreurs. Mit 19 Jahren wurde bei ihm durch ein Blutbild vom Hausarzt akute lymphatische Leukämie (ALL) festgestellt. Diese Erkrankung des blutbildenden Systems sorgt für eine Überproduktion von weißen Blutkörperchen, die normalerweise streng vom Körper reguliert wird. Unbehandelt kann Leukämie, auch Blutkrebs genannt, je nach Art der Erkrankung innerhalb von Wochen oder Monaten zum Tod führen.  

Schreurs wurde durch die Diagnose völlig aus seinem Leben he­rausgerissen. „In den ersten Wochen habe ich gar nicht richtig realisiert, was mit mir passiert. Es ist einfach ein Horrorszenario“, berichtet der Student. „Man ist ja auf der Station nur von Menschen umgeben, die ein ähnliches Schicksal teilen. Das macht es wirklich schwer, nicht in ein Loch zu fallen.“ Seine Situation änderte sich, als ein Mitglied der Düsseldorfer Leukämie Lymphom Liga während Schreurs Klinikaufenthalts mit ihm in Kontakt trat. Er half dem jungen Mann, seine Schockstarre zu überwinden. „Es tat einfach gut, mit jemandem zu sprechen, der auch in meiner Situation war und das Ganze gut überstanden hat. Das hat in mir wirklich einen Hoffnungsgedanken gepflanzt“, erzählt Schreurs.  

Die seelische Unterstützung der Leukämiepatienten ist ein fester Teil der umfassenden Arbeit, die die Liga seit über 30 Jahren leistet. Die psychologische Betreuung der Betroffenen wird schon lange von den Mitgliedern gefördert: „Wir haben zum Beispiel Psychologen über Spendengelder bezahlt, die sich um die Patienten kümmern“, berichtet Monika Rost, die zweite Vorsitzende des Vereins. Inzwischen wurde das Konzept von der Uniklinik Düsseldorf übernommen und gehört fest zur Regelversorgung der Leukämiepatienten. „Die Krankheit stellt nicht nur eine körperliche, sondern ebenso eine psychische und soziale Belastung für die Betroffenen dar“, erklärt André Karger, Leiter der Psychoonkologie am Universitätstumorzentrum. „Die Liga hat Pionierarbeit geleistet, damit die Patienten in diesem Bereich Unterstützung finden.“ 

Der Verein ist stetig darum bemüht, den Patientenaufenthalt auf den Stationen zu verbessern und ein breites Angebot zu schaffen. Die rund 146 Mitglieder organisieren Schminkkurse für Krebspatientinnen, Vernissagen und unterschiedliche Sportkurse wie Lach­yoga und sanfte Fitness. Die medizinische Forschungsarbeit treibt die Liga ebenfalls weiter voran. Über Spendenmittel wurde zum Beispiel die Anschaffung eines Sequenzierungsinstruments finanziert, das die detaillierte Analyse von Genen ermöglicht. 

„Für das Gerät hat der Verein 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Eine wirklich herausragende Anschaffung für einen Förderverein“, lobt Rainer Haas, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie, die Liga für ihr Engagement. „Neben dem finanziellen Aspekt sorgt die Liga außerdem für mehr Bewusstsein für die Krankheit und klärt auf. Das ist viel wert.“ 

Der Verein hat verschiedene Informationsbroschüren auf den Stationen verteilt, veröffentlicht seine eigene Zeitschrift und richtet Informationstreffen aus. Zudem steht die Liga in engem Kontakt mit ehemaligen Betroffenen. Reinhard Christel schaut immer wieder gerne im Büro des Vereins auf einen Kaffee vorbei, wenn er gerade an der Uniklinik ist. Gemeinsam mit anderen früheren Leukämiepatienten besucht er außerdem die Stationen und unterhält sich mit den Erkrankten. „Ich möchte den Leuten Mut machen und für sie da sein“, berichtet der 52-Jährige, bei dem 2015 Leukämie diagnostiziert wurde und der inzwischen geheilt ist. „Ich hatte mein Leben damals bereits abgeschrieben. Deswegen sehe ich jetzt jeden Tag als Lebenszeit plus, die ich so gut wie möglich nutzen möchte.“

Luca Schreurs sieht das genauso. Auch er hat den Blutkrebs besiegt und studiert mittlerweile Medizin. Sowohl für die Arbeit des Klinikpersonals als auch der Leukämie Lymphom Liga ist er sehr dankbar: „Alle hier in Düsseldorf haben wirklich einen großartigen Job gemacht. Die Liga ist sehr wichtig, um die Leute zu informieren und ihnen Hoffnung zu geben.“

 

    

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