Kinderonkologischer Kongress 2026

“Wenn Kinder an Krebs erkranken – was können wir frühzeitig tun?”

Mittwoch, 20. Mai 2026, 14:00 bis 17:45 Uhr; Haus der Universität, Schadowplatz, Düsseldorf


Liebe Eltern,
liebe Kollegi:nnen,

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern in Industrieländern – und stellt damit eine der größten Herausforderungen der modernen Kinder- und Jugendmedizin dar. Die häufigste Krebserkrankung bei Kindern ist die akute lymphatische Leukämie (ALL), die typischerweise im Alter zwischen zwei und fünf Jahren auftritt. Alarmierend ist, dass die Zahl der Neuerkrankungen jährlich steigt.

Trotz medizinischer Fortschritte bleibt die Behandlung bei etwa 20 Prozent der betroffenen Kinder erfolglos. Zwar haben zielgerichtete Therapien und Immuntherapien das Behandlungsspektrum erweitert, doch sie führen nur bei einem Teil der jungen Patient:innen zu dauerhaften Heilungserfolgen.

Der Großteil der Therapien basiert weiterhin auf konventioneller Chemotherapie, die insbesondere für Kinder mit einem sich noch entwickelnden Organismus hochtoxisch ist. Die Folge: Zwei Drittel der Überlebenden leben mit langfristigen körperlichen und seelischen Folgen, wie kognitiven Einschränkungen, Zweittumoren, Unfruchtbarkeit oder Depressionen. Diese Belastungen beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen teilweise erheblich. 
Immer mehr Studien zeigen, dass die Leukämie bei Kindern prinzipiell vermeidbar ist, da sie durch eine Kombination aus veränderbaren genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren entsteht. Bereits vor der Geburt können präleukämische Zellen entstehen, die vom Immunsystem nicht erkannt werden und über Jahre im Körper verbleiben – bis sekundäre genetische Veränderungen zum Ausbruch der Leukämie führen. Das Zeitfenster bis dahin bietet wertvolle Chancen für präventive Maßnahmen und gezielte Frühintervention. Noch fehlen aber Technologien und damit Möglichkeiten für eine im klinischen Alltag anwendbare, risikoadaptierte Früherkennung. Das internationale Forschungsnetzwerk EDI-4-ALL unter Düsseldorfer Leitung arbeitet daran, hier Fortschritte zu erzielen.

Im Rahmen unseres Patient:innenkongresses „Krebs im Kindesalter: Schutz, Behandlung, Nachsorge“ möchten wir am Mittwoch, 20. Mai 2026, werdende Eltern, betroffene Familien und ein interessiertes Fachpublikum verständlich und praxisnah über aktuelle Forschungsergebnisse in Kenntnis setzen. Im Fokus stehen dabei frühzeitige Präventionsmöglichkeiten, die schon vor der Geburt ansetzen, die Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Krebs im Kindesalter. Ort der Veranstaltung ist das Haus der Universität am Schadowplatz in Düsseldorf. Kinder können gerne mitgebracht werden, es wird eine vor Ort Kinderbetreuung geben und die Veranstaltung wird als Fortbildungsmaßnahme bei der Ärztekammer angemeldet.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Es wird aber um eine formlose Anmeldung über diesen Link : ukd.congress-registration.com gebeten.

Wir danken der Deutschen Krebshilfe für die großzügige Förderung und Löwenstern, Förderverein zugunsten krebskranker Kinder am Universitätsklinikum Düsseldorf e.V., für die Unterstützung im Rahmen der Veranstaltung.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Arndt Borkhardt und Melina Mescher




Wird der Ausbruch einer Leukämie bei Kindern in naher Zukunft zu verhindern sein? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Folge von „UKD Gesundheit“. Im Gespräch: Prof. Dr. Arndt Borkhardt, Direktor der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und klinische Immunologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, sowie Dr. Melina Mescher, Forschungsreferentin an der gleichen Klinik. 


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