Wissenschaftliche Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe gegen Dr. Wulf Aschoff während seiner Zeit an der Universitätsklinik Heidelberg unter Berücksichtigung der Tätigkeit im Kindersanatorium „Höhenklinik“ der Schwester-Frieda-Klimsch Stiftung in Königsfeld im Schwarzwald, ca. 1978-1983

Projektleitung: Prof. Dr. Heiner Fangerau

Bearbeiterin: Dr. Uta Hinz

Im Auftrag des Universitätsklinikums Heidelberg untersucht das Projekt im Raum stehende Vorwürfe wegen sexueller Gewalt gegen den Kinder- und Jugendpsychiater Wulf Aschoff in der Zeit seiner Beschäftigung an der Universitätsklinik Heidelberg. Es umfasst auch Aschoffs Verhalten als Arzt im Kindersanatorium „Höhenklinik“ der „Schwester-Frieda-Klimsch Stiftung der Universität Heidelberg“ in Königsfeld im Schwarzwald, in dem Kinder und Jugendliche medizinisch-therapeutisch behandelt wurden.

Ziel der wissenschaftlichen Aufarbeitung ist es, das Ausmaß sexualisierter Gewalthandlungen an minderjährigen Patient:innen aufzuklären und Betroffene zu identifizieren. Es sollen Abläufe, Verantwortungs- und Ermöglichungsstrukturen sowie institutionelle Rahmenbedingungen oder personelle Netzwerkstrukturen rekonstruiert werden, die sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen begünstigten bzw. deren Aufdeckung behinderten. Insbesondere gilt es, den Betroffenen eine Stimme zu geben, ihre Gewalt-, Leid- und Unrechtserfahrungen sichtbar zu machen, anzuerkennen und zu dokumentieren.

Methodisch wird zum einen auf noch vorhandene Archivalien in staatlichen Archiven zurückgegriffen. Zum anderen soll die Perspektive der Betroffenen über ein geplantes Zeitzeug:innenportal sowie über Interviews mit Betroffenen und Zeitzeugen einbezogen werden.

[Förderung: Universitätsklinikum Heidelberg, Bearb. am GTE-Institut: Hinz]

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