Wir bauen an der Zukunft - Die aktuellen Baumaßnahmen für die Universitätsmedizin Düsseldorf

Ein Bagger hier, Baucontainer dort und viele Meter Bauzaun: Es tut sich was auf dem Campus der Uniklinik Düsseldorf. Allein im Rahmen des Medizinischen Modernisierungsprogramms des Landes NRW (MedMoP) werden bis 2020 rund 338 Millionen Euro in unterschiedliche Baumaßnahmen investiert. Die gesamte bauliche Entwicklung des UKD wird zudem in einem Masterplan fortgeschrieben, der bis in das Jahr 2036 blickt. Masterplan und MedMoP greifen Hand in Hand.

Auf dieser Seite stellen wir die wichtigsten Bauprojekte des UKD vor, durch die deutlich wird: Im UKD wird in eine erfolgreiche Zukunft von Patientenversorgung, Forschung und Lehre investiert.

Bauprojekte im Rahmen des Medizinischen Modernisierungsprogramms des Landes NRW (MedMoP)

Medizinisches Forschungszentrum I

Mit dem Medizinischen Forschungszentrum I rückt die Forschung noch näher an die Krankenversorgung. In dem Neubau werden auf rund 8.500 Quadratmetern Nutzfläche Laboratorien nach modernsten Standards errichtet. Alle Labore, daher auch die Umschreibung „Nassforschung“ für das Forschungszentrum I, werden den Sicherheitsanforderungen nach dem Gentechnik-Gesetz entsprechen. Insgesamt wird das Forschungszentrum I fast 120 Meter lang und 45 Meter breit sein. Etwa 400 Menschen können dort nach der für 2020 geplanten Fertigstellung arbeiten. Im Sommer 2018 wurde hier Richtfest gefeiert.  

Medizinisches Forschungszentrum II

Im Medizinischen Forschungszentrum II werden keine Labore benötigt, auch daher wird bei diesem Gebäude von der „Trockenforschung“ gesprochen. Das zweite Forschungszentrum bietet rund 4.400 Quadratmeter Nutzfläche für theoretische und computerbezogene Forschung sowie 430 Quadratmeter Seminarräume. Auch das Dekanat wird dort Räumlichkeiten beziehen. Die Schaffung exzellenter Arbeitsbedingungen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den beiden Zentren bedeutet auch die Stärkung des interdisziplinären Ansatzes, etwa durch gemeinsame Nutzung von zentralen Einheiten. Die Forschungszentren sind wichtige erste Schritte hin zur einer kompakten Bündelung aller medizinischen Forschungsflächen. Dadurch wird sich eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten zwischen den Fachdisziplinen ergeben. Das gesamte Bauvorhaben ist eine Investition in die Zukunft der Medizin und für Düsseldorf ein Beleg für seinen ausgezeichneten Ruf als wichtiger Forschungsstandort.

Neubau für die Augenheilkunde und Dermatologie

Um die Zentralisierung aller Einrichtungen des UKD zu einem integrierten Komplex von Gebäuden weiter voranzutreiben und damit die Effizienz und Leistungsfähigkeit der Fachdisziplinen zu steigern, entsteht im Rahmen des Medizinischen Modernisierungsprogramms (MedMoP) ein Neubau für die Augenheilkunde und Dermatologie. Für die zukünftige Unterbringung der Kliniken ist ein weitläufiges Gebäude auf der  Fläche des ehemaligen Helikopter-Landeplatzes im westlichen Gelände des UKD  vorgesehen. In dem Neubau wird neben den Kliniken für Dermatologie und Augenheilkunde auch die angeschlossene Lions-Hornhautbank NRW mit modernsten Standards untergebracht.Mit der Maßnahme werden die Funktionsdiagnostik, die Ambulanzbereiche, die Stationen und die Operationssäle der Kliniken konzentriert. Hierdurch entstehen eine optimale Betriebsorganisation und zeitgemäße Räumlichkeiten für die Versorgung der Patienten des UKD. Die Hauptnutzfläche beläuft sich insgesamt auf ca. 7.700 Quadratmeter.

Teilsanierung Bettenhaus West ZOM I

Das Bettenhaus West des Zentrums für Operative Medizin I wird konstruktiv und haustechnisch soweit saniert, dass es Nutzungen der Krankenversorgung auf höchstem Niveau vorübergehend unterbringen kann. Hierfür werden Fluchtwegsituationen angepasst und haustechnische Anlagen für die Erfordernisse einer modernen Krankenversorgung erneuert. Zusätzlich wird ebenfalls die Fassade des Gebäudes modernisiert.

Zentrale Großraumsterilisation

Die Zentrale Großraumsterilisation des Universitätsklinikums Düsseldorf wurde dank einer umfassenden Sanierung auf den neuesten Stand der Technik gebracht und an die bauliche Masterplanung angepasst. Bei gleichbleibenden Betriebszeiten und unter Beibehaltung des zur Verfügung stehenden Raumes wurde eine Produktionssteigerung der Sterilguteinheiten um rund 25 Prozent von 72.000 auf 90.000 Stück ermöglicht. Ein Sieb mit OP-Besteck ist nun im Normalfall innerhalb weniger Stunden wieder einsatzbereit. Die Sanierung startete 2015 und umfasste mehrere Bauabschnitte unter strengsten Hygienestandards. 

Sanierung Zentralküche

Auch die Zentralküche des Universitätsklinikums Düsseldorf wird komplett saniert und mit den modernsten Gerätschaften ausgestattet. Dabei werden der Kernbereich der Küche, die komplette Lüftungstechnik und die Essenausgabe in der Personalkantine saniert. Gleichzeitig wird für die Patienten ein zukunftsorientiertes Speiseverteilsystem eingeführt. Mit der Sanierung der Zentralküche wird zukünftig die Versorgung der Patienten mit über 4.500 Mahlzeiten täglich sowie die Ausgabe von durchschnittlich 1.000 Essen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UKD auf noch höherem Niveau gewährleistet. Zudem erlaubt die neue Küche einen Ausbau des Speisenangebots und bietet dem Küchenteam spürbar bessere Arbeitsbedingungen. 

Hybrid-Operationssaal

Der Hybrid-Operationssaal integriert seit 2016 im Zentrum für Operative Medizin I modernste Röntgentechnik in den OP. Wichtig ist dies vor allem für minimal-invasive und kathetergestützte Eingriffe in der Herz- und Gefäßmedizin. Im Gegensatz zu sogenannten offenen OP-Verfahren wird das Operationsfeld für den Chirurgen über Endoskope dargestellt. Die Bildgebung mittels Computertomgraph während des Eingriffs erlaubt optimale Bedingungen für Chirurg und Patient bei diesen schonenderen Verfahren. Der HybridOP wurde an den Operationstrakt der Chirurgischen Klinik angebaut und in Modulbauweise errichtet.

Kältezentrale

Mit der neuen Kältezentrale wird eine eigenständige Kälteerzeugung für die Gebäude des Universitätsklinikums Düsseldorf sichergestellt, die bisher über Anlagen der Heinrich-Heine-Universität erfolgte. Die neue Anlage ist so ausgelegt, dass sie den notwendigen Kältebedarf auch für weitere Neubauten im Rahmen des baulichen Masterplans ermöglicht. Sie wird eine Leistung von bis zu 14,9 Megawatt verarbeiten. Damit wird das UKD zu einem der größten Kälteproduzenten Deutschlands. In die Maßnahme eingeschlossen ist die Verlegung von drei Kilometern Rohrleitungen auf dem Gelände des UKD bei laufendem Klinikbetrieb. Die Kälte wird benötigt, um etwa medizinische Geräte, Labore oder OP-Säle auf dem gesamten Gelände zu kühlen. Zur Sicherheit gibt es eine automatische Notversorgung, falls das System ausfällt.

Sanierung Haus Himmelgeist Süd

Haus Himmelgeist Süd, ein denkmalgeschütztes Gebäude auf dem Gelände des UKD, ist in seiner Gebäudestruktur stark beeinträchtigt und muss saniert werden. Hier ist eine bauliche Bestandssicherung geplant: Die Gründung des Gebäudes wird verstärkt und der Dachstuhl erneuert.

Grundinstandsetzung des Laborgebäudes 22.03

Mit der Grundinstandsetzung des Laborgebäudes 22.03 auf dem Campus der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf werden Forschungsflächen für die Vorklinische Medizin eingerichtet. Hierfür werden rund 7.500 Quadratmeter Nutzfläche saniert und die Haustechnik komplett erneuert. Damit werden modernste Laborflächen in der Sicherheitsstufe S2 (GenTG) für die Medizinische Forschung in nächster Nähe zum Universitätsklinikum Düsseldorf errichtet. Zwei benachbarte Laborgebäude werden einer umfangreichen und konzentrierten PCB-Schadstoffsanierung unterzogen. Diese Sanierung wird bei laufendem Betrieb durchgeführt. 

Mehrere für den Lehrbetrieb der Medizinischen Fakultät unverzichtbare Hörsäle im Gebäude 22.01 wurden brandschutzsaniert. Eine erhaltende Restaurierung der wandprägenden Gemälde von Roy-Lichtenstein wurde gleichzeitig durchgeführt. Mit der Sanierung kann das Gebäude wieder in vollem Umfang als Versammlungsstätte und Ort der Lehre genutzt werden.

Einbau von drei Linearbeschleunigern in der Strahlentherapie

Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie wird mit drei neuen Linearbeschleunigern auf höchstem Stand der Technik ausgestattet. Der Einbau erfolgt im Bestand und unter laufendem Klinikbetrieb. Die neuen Linearbeschleuniger ersetzen ältere Geräte. Durch den Einbau wird das Onkologische Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe des Universitätsklinikums Düsseldorf (UTZ) gestärkt und auf die Zukunft ausgerichtet. 


Bauprojekte außerhalb von MedMoP

Kindertagesstätte "Blaubär"

Auf dem Gelände des UKD ist eine zweite Kindertagesstätte in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Düsseldorf entstanden. Im August 2016 konnte Richtfest gefeiert werden – die komplette bauliche Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant. In der neuen Kita II werden auf rund 1.000 Quadratmetern 80 Kinder in fünf Gruppen Platz haben. Das Angebot richtet sich sowohl an Kinder von Mitarbeitern als auch an Kinder aus der Nachbarschaft. Bereits 1971 wurde auf dem Klinikgelände die erste Kindertagestätte mit heute etwa 90 Plätzen in Kooperation mit der Stadt Düsseldorf eingeweiht. Mit der neuen Kita kann das Gesamtangebot nun beinahe verdoppelt und auf ca. 170 Plätze ausgebaut werden. Somit wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums mit arbeitsplatznaher, qualifizierter Kinderbetreuung, die an die Arbeitszeiten im Klinikum angepasst ist, deutlich erleichtert.

Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften Düsseldorf (ZSL)

Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf im Bereich der Vorklinik entsteht ein Forschungsneubau - das Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften Düsseldorf (ZSL). Die Lebenswissenschaften vereinen Disziplinen aus Naturwissenschaften und Medizin. Diese Verbindung vor allem in der Grundlagenforschung zu stärken, war der Leitgedanke des gemeinsam von der Medizinischen und der MathematischNaturwissenschaftlichen Fakultät sowie dem UKD getragenen Forschungszentrums. Der Zweck des Neubaus ist es, die lebenswissenschaftliche Spitzenverbundforschung als interaktive und interdisziplinäre Einheit der beiden Fakultäten zu fokussieren und dadurch Synergien zu genieren, die den Standort fördern und darüber hinaus überregionale und internationale Wirkung entfalten. Das ZSL ist ein bundesweit sichtbares Leuchtturmprojekt der Universität und des Universitätsklinikums Düsseldorf: Sein hochmodernes Design schafft optimale Voraussetzungen, um neue Fragestellungen der Pflanzenforschung sowie der medizinischen Forschung zu vereinen.

Im Sommer 2018 wurde das ZSL feierlich eröffnet.

Innovatives und Interdisziplinäres Lehr- und Lernzentrum/ i²l²med

Interdisziplinär und zukunftsweisend: Auf dem Gelände des UKD entsteht in den kommenden Jahren ein neues Lehr- und Lernzentrum (i²l²med) für die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte von Morgen. In einem internationalen Architekturwettbewerb konnte sich ein Entwurf des Kassler Architektenbüros „ATELIER 30“ durchsetzen. 

Räumlich wird das Gebäude zwischen den vorklinischen und klinischen Einrichtungen auf dem Campus angesiedelt sein und besonders interdisziplinäre Aspekte der vorklinischen und klinischen Ausbildung von angehenden Ärztinnen und Ärzten unter einem Dach zusammenfassen.

Neben dem Zentrum für Makroskopische und Klinische Anatomie werden in das neue Herzstück der Medizinischen Lehre in Düsseldorf das Trainingszentrum für ärztliche Kernkompetenzen mit Simulationszentrum, ein Zentrum für digitales Lehren, Lernen und Prüfen, zwei Hörsäle und weitere Seminarräume sowie Räume zum Selbststudium einziehen.

Bis Mitte 2019 soll die Planungsphase abgeschlossen werden, dann könnte Anfang 2020 mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung des neuen Lehr- und Lernzentrums ist für das Jahr 2022 geplant.

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