DAS UKD ALS UNIVERSITÄRER MAXIMALVERSORGER MIT EINEM NATIONAL UND INTERNATIONAL SICHTBAREN PROFIL

  • Beurteilung klinischer Bereiche und Verbünde im UKD anhand strategischer Kriterien aus den vier Bereichen der Universitätsmedizin (Krankenversorgung, Forschung, Lehre sowie Vernetzung und Gestaltung des Gesundheitsmarktes) mit einem indikatorgestützten Bewertungssystem.
  • Das indikatorgestützte Bewertungssystem ist ein Hilfsinstrument für die transparente und leistungsbezogene Festlegung von UKDSchwerpunkten und Potentialbereichen.
  • Schwerpunkte am Standort sollen kontinuierlich an Sichtbarkeit gewinnen.
  • Schwerpunkte werden bei der Ressourcenzuteilung prioritär berücksichtigt, außerdem sollen Potentialbereiche gestärkt werden.
  • Steigerung des Leistungsgeschehens in universitärer Hochleistungsmedizin.

Eines der wichtigsten Elemente der neuen Strategie für das UKD ist die Profilschärfung. Mit ihr soll deutlich werden, für was das UKD medizinisch stehen soll und welche Schwerpunkte am UKD bis 2030 stärker herausgearbeitet werden sollen.

1. Profilschärfung: Fokus auf die Stärken des UKD
Das UKD zeichnet sich durch eine starke, auch überregional sichtbare klinische Versorgung vor allem in Bereichen der sogenannten Volkskrankheiten aus, die durch den demografischen Wandel weiter an Relevanz zunehmen werden. Im Einklang damit adressieren auch die prioritären Forschungsfelder der Medizinischen Fakultät Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, neuromedizinische und onkologische Erkrankungen sowie Infektionen und den Bereich Public Health und verfügen allesamt über national und international sichtbare Forschungsverbünde. Wie der Wissenschaftsrat bereits anmerkte, haben das UKD und die Medizinische Fakultät damit bereits einen wichtigen Profilierungsprozess begonnen, den es gilt, in allen Bereichen weiter fortzusetzen.

2. Profilschärfung durch strategische Weiterentwicklung von Verbünden aus Kliniken und Instituten mit Aufgaben in der Krankenversorgung am UKD
Am UKD soll diese Profilschärfung durch die strategische Weiterentwicklung von Verbünden aus Kliniken und Instituten mit Aufgaben in der Krankenversorgung (KV) am UKD und durch die weitere Fokussierung auf universitäre Leistungen erfolgen.

Dabei werden am UKD maximal drei Schwerpunkte herausgearbeitet. In Kombination mit den übergreifenden Zukunftsfeldern Digitale Medizin, Medical Data Science, personalisierte Medizin und präventive Medizin und im Dialog mit den wissenschaftlichen Schwerpunkten der Heinrich-Heine-Universität, insbesondere der Medizinischen Fakultät, sollen sich die UKD-Schwerpunkte langfristig zu mindestens einem auch international sichtbaren Profilbereich entwickeln können. Ziel ist es, die Profilierung des UKD mit dieser Konzentration auf wenige Schwerpunkte zu stärken, ohne aber gleichzeitig die anderen Bereiche des UKD abzuwerten.

Der Weg zur Schwerpunktbildung soll transparent sein und mit gezielten Anreizen für die strategische Ausrichtung arbeiten. Die Grundlage bildet ein indikatorgestütztes Bewertungssystem („strategische Kriterien“), das am UKD etabliert wird. Diese Kriterien stellen ein Hilfsinstrument zur Bewertung von Verbünden aus Kliniken und Instituten mit Aufgaben in der Krankenversorgung dar.
Alle vier Säulen der Universitätsmedizin werden in den Kriterien adressiert:

  • Krankenversorgung
  • Forschung
  • Lehre (und Berufsgruppen übergreifende Ausbildung)
  • Zukunfts- und Systemaufgaben: Vernetzung und zentrale Gestaltung des Gesundheitsmarktes

Verbünde aus Kliniken und Instituten mit Krankenversorgung am UKD, welche diese strategischen Kriterien aus den Bereichen Krankenversorgung, Forschung, Lehre und Vernetzung (Säulen der Verbünde aus Kliniken und Instituten mit Krankenversorgung am UKD, welche die strategischen Kriterien aus den Bereichen Krankenversorgung, Forschung, Lehre und Vernetzung (Säulen der Universitätsmedizin) vollumfänglich erfüllen, werden als UKD-Schwerpunkte ausgezeichnet. Verbünde/Bereiche am UKD, welche die strategischen Kriterien mehrheitlich oder zu großen Teilen erfüllen, sollen als Potentialbereiche bezeichnet werden. Einzelne Kliniken werden sich in mehrere Schwerpunkte eingliedern können, z. B. über die Adressierung der Zukunftsfelder, die als Querschnittsthemen alle Bereiche berühren. Begonnen wird dabei zunächst mit der Evaluation der Kardiovaskulären Medizin entlang der strategischen Kriterien, anschließend folgen die weiteren Bereiche.

Vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen werden die Schwerpunkte bei der Ressourcenverteilung prioritär berücksichtigt, darüber hinaus werden aber auch die Potentialbereiche gestärkt. Es wird dabei auf Ressourcen zurückgegriffen, die durch eine Verschiebung von stationären zu ambulanten bzw. telemedizinischen Leistungen sowie durch die Fokussierung auf universitäre Leistungen in allen Fächern frei werden. Zudem sollen verstärkt Drittmittel für klinische Fokussie-rungen und Kooperationen eingeworben werden.

UKD-Schwerpunkte und ein sich daraus entwickelnder UKD-Profilbereich sollen dann nach innen wie außen besonders hervorgehoben werden: durch Wissenstransfer intern und durch verstärkte Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit extern.

3. Profilschärfung durch Fokussierung auf universitäre Leistungen
Vor dem Hintergrund der gesundheitspolitischen Reformbestrebungen hin zu mehr Spezialisierung wird sich das UKD im Sinne der Profilschärfung zukünftig noch mehr auf das Anbieten universitätsmedizinischer Leistungen konzentrieren. Nach der Festlegung der Kriterien für universitäre Leistungen, gemeinsam mit den anderen UK-Standorten in NRW, werden in den Kliniken und Instituten mit Krankenversorgung diejenigen Behandlungen und diagnostischen Verfahren identifiziert, welche den festgelegten Kriterien entsprechen. Diese universitären Leistungen sollen dann stufenweise erhöht werden. Dies muss auf Kosten anderer Leistungen geschehen, die in Häu-sern der Grund- und Regelversorgung oder durch Niedergelassene im ambulanten Bereich gemäß neuem AOP-Katalog ebenso gut erbracht werden können.

Für die Realisierung der Profilschärfung müssen allerdings Voraussetzungen erfüllt sein. Einerseits müssen die Kliniken und Institute sich über Klinikgrenzen hinweg in Verbünden multidisziplinär vernetzen. Dabei müssen sie für die Fokussierung auf universitäre Leistungen stärker mit anderen Leistungserbringern kooperieren. Auch die weitere bauliche Zusammenführung von Schwerpunktbereichen ist eine Voraussetzung.

 

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