Ethik im Gesundheitswesen

Als  Medizinethik wird ein Teilbereich der allgemeinen Ethik verstanden, der sich mit den moralischen Problemen der Medizin beschäftigt.

Die medizinische Ethik versucht problematische Situationen oder Fragen, die sich im Gesundheitswesen ergeben, unter Zuhilfenahme moralischer Wertvorstellungen und Prinzipien in der Medizin zu klären und so in dem Spannungsfeld, dass sich aus den unterschiedlichen Interessen der Beteiligten und Betroffenen (Ärzte, Pflegepersonal, Angehörige, Patienten, Klinikleitung usw.) ergibt, zu vermitteln. Im Vordergrund steht dabei stets das Wohlergehen des Patienten durch Verbesserung der Qualität in der Patientenversorgung.

Einer solchen ethischen Betrachtung liegen eigens dazu entwickelte, medizinethische Theorien zugrunde, die bemüht sind die Vielfalt philosophischer Theorien und den Wertepluralismus innerhalb der Gesellschaft zu berücksichtigen.

Prominentestes Beispiel hierzu ist die Prinzipienethik von Tom L. Beauchamp und James F. Childress (Principles of Biomedical Ethics, 8., überarbeitete Auflage 2019).

Ihre vier Grundprinzipien

1. Respekt vor der Autonomie des Patienten (respect for autonomy)

2. Schadensvermeidung (non-maleficence)

3. Handeln zum Wohle des Patienten (beneficence)

4. Gerechtigkeit (justice)

erscheinen innerhalb einer wertepluraler Gesellschaften als weitgehend zustimmungsfähig, weshalb sie mittlerweile als die klassischen Prinzipien zur Orientierung, Beratung und Entscheidungsfindung in der Medizinethik gelten.

 

Die Arbeit des KEK am UKD orientiert sich an den Empfehlungen der Akademie für Ethik in der Medizin zur Ethikberatung im Gesundheitswesen.


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