Häufige Fragen

FAQs

Die Schwangerschaft: 9 Monate voller Veränderungen und großer Erwartungen. Das wirft viele Fragezeichen auf. Hier bekommen Sie vorab einige Antworten auf häufig gestellte Fragen.

  • Wie unterscheiden sich Senkwehen und richtige Wehen?
  • Was gehört in die Kliniktasche?
  • Wie kann ich sicher sein, dass bei der Geburt alles normal abläuft?
  • Welche Möglichkeiten zur Schmerzlinderung gibt es?
  • Wird immer ein Dammschnitt gemacht?
  • Welche Entbindungsmöglichkeiten gibt es neben der Spontangeburt?
  • Was ist eigentlich eine Nabelschnurblutspende?

Wie unterscheiden sich Senkwehen und richtige Wehen?

Geburtswehen kommen circa alle 5 Minuten, sind regelmäßig und fast immer schmerzhaft. Senkwehen treten in der Regel vier bis sechs Wochen vor dem Geburtstermin auf, sind meist nicht so schmerzvoll und verschwinden nach einer Weile wieder. Doch gilt auch hier: Jede Frau empfindet anders und im Zweifelsfall sollten Sie immer den Arzt aufsuchen oder in die Klinik kommen. Die typischen Unterschiede verdeutlichen wir Ihnen aber auch gerne bei unserem Anmeldegespräch. Dort bekommen Sie Informationen über den allgemeinen Schwangerschafts- und Geburtsverlauf.

Was gehört in die Kliniktasche?

  • Mutterpass, Versichertenkarte, Personalausweis
  • evtl. Einweisungsschein des Frauenarztes
  • bei verheirateten Müttern: Heiratsurkunde/Stammbuch
  • bei unverheirateten Müttern: Geburtsurkunde
  • Weite und bequeme Kleidung:
  • Nachthemden/Schlafanzüge, die man zum Stillen aufknöpfen kann
  • ggf. Jogging-Hose, langes T-Shirt/Hemd,
  • nicht einengende Unterwäsche
  • Hausschuhe, warme Socken
  • Kulturbeutel mit Pflege- und Waschutensilien (inklusive Haargummis)
  • Handtücher
  • Wohlfühl-Bademantel
  • Evtl. Kamera

Wie kann ich sicher sein, dass bei der Geburt alles normal abläuft?

Jede Geburt wird durch ein CTG (Kardiotokogramm) kontinuierlich überwacht. Dieses zeichnet die kindlichen Herztöne und die Kontraktionen der Gebärmutter (Wehen) gleichzeitig auf. Dadurch kann man sehen, ob die Sauerstoffversorgung des Babys während des Geburtsverlaufs ausreichend ist. Tritt eine Problemsituation auf, wird eine Mikroblutuntersuchung (MBU) durchgeführt, um den Zustand des Kindes genau beurteilen zu können. Hier entnimmt der Arzt ein Bluttröpfchen von der kindlichen Kopfhaut und untersucht dieses auf den Blutsauerstoffgehalt. Bei unauffälligem Ergebnis geht die Geburt normal weiter. Bei grenzwertigen Befunden kann die Saugglocke zum Einsatz kommen oder es wird ein Kaiserschnitt gemacht. Bei jeder Geburt ist ein Arzt anwesend, bei kompliziertem Geburtsverlauf auch ein Oberarzt.

Welche Möglichkeiten zur Schmerzlinderung gibt es?

Sie können sich eine PDA (Periduralanästhesie) legen lassen. Hierbei platziert ein Anästhesist nach örtlicher Betäubung im unteren Lendenwirbelbereich zwischen zwei Rückenwirbeln eine Hohlnadel. Durch die Nadel wird ein dünner Plastikschlauch eingeführt, danach die Nadel entfernt. Über den Schlauch fließt nun kontinuierlich ein Betäubungsmittel, das die untere Körperhälfte schmerzunempfindlich macht (dadurch weniger Stress, angenehmer Geburtsverlauf). Die PDA kann jederzeit gelegt werden, eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Zudem gibt es weitere Medikamente zur Schmerzlinderung, die intravenös verabreicht werden. Wenn Sie Fragen dazu haben, ist ein Gespräch mit einem Anästhesisten in der Anästhesie-Prämedikationsambulanz möglich. Diesen Termin können Sie beim Anmeldegespräch  vereinbaren. 

Wird immer ein Dammschnitt gemacht?

Eine Episiotomie (Dammschnitt) wird nicht routinemäßig, sondern nur bei Bedarf durchgeführt.

Welche Entbindungsmöglichkeiten gibt es neben der Spontangeburt?

Wenn sich der Zustand des Kindes verschlechtert, es zu einem Geburtsstillstand kommt oder die werdende Mutter sehr erschöpft ist, kann eine Saugglocke verwendet werden. Diese vaginal-operative Entbindungsmethode ist schonend für Patientin und Kind und hat deswegen die Zangenentbindung fast völlig ersetzt. Falls der Kopf des Kindes noch hoch im Becken steht, erfolgt ein Kaiserschnitt. Dieser wird entweder bei schon liegender PDA oder unter der sehr ähnlichen Spinalanästhesie durchgeführt. Das heißt: Die Mutter kann die Geburt miterleben und sofort nach der Entbindung Kontakt zu ihrem Kind aufnehmen. Der Vater oder eine andere Begleitperson darf dabei anwesend sein. Der Kaiserschnitt dauert circa 40 Minuten und wird im angrenzenden Kreißsaal-OP-Saal ausgeführt.

Der Kaiserschnitt kann aber auch von Anfang an als Entbindungsform gewählt werden. Dies kommt zum Beispiel in folgenden Fällen in Betracht:

  • bei Beckenend- oder Querlagen des Kindes
  • Mehrlingsschwangerschaften mit ungünstiger Lage des führenden Kindes
  • tief liegendem Mutterkuchen, der den inneren Muttermund abdeckt (Placenta praevia)
  • bestimmten mütterlichen Vorerkrankungen
  • auf Wunsch der Eltern

Der stationäre Aufenthalt nach einem Kaiserschnitt dauert im Durchschnitt 4 bis 5 Tage.

Was ist eigentlich eine Nabelschnurblutspende?

Nabelschnurblut enthält die sogenannten fetalen Stammzellen. Es kann für die Therapie von bösartigen Erkrankungen verwendet werden. In unserer Klinik haben Sie die Möglichkeit zur Fremd- und Eigenspende. Bei der für Sie kostenfreien Fremdspende schenken Sie das Nabelschnurblut einer öffentlichen Stammzellbank.

Bei der Eigenspende wird das Blut in einer privaten Stammzellbank eingelagert, damit es später gegebenenfalls für das eigene Kind verwendet werden kann. In diesem Fall müssen die Eltern die Kosten selbst übernehmen. Die Entnahme erfolgt direkt nach der Abnabelung des Kindes von dem Teil der Nabelschnur, der noch an der Plazenta hängt. Dies ist ebenso schmerz- wie risikolos.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen unter Tel.: +49 (0)211 81-19830 gerne zur Verfügung.

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