Stille Geburt und Sternenkinder

Wenn Abschiednehmen schon vor dem Leben beginnt

Von einer stillen Geburt spricht man, wenn ein Kind im Mutterleib verstirbt oder ohne Lebenszeichen geboren wird. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein und bleiben manchmal ungeklärt. Für Eltern ist dies eine zutiefst belastende Erfahrung, die mit vielen Fragen, Gefühlen und großer Verunsicherung einhergeht.

Unabhängig davon, in welcher Schwangerschaftswoche dies geschieht, begleiten wir Eltern und ihre Familien in dieser schweren Zeit einfühlsam und respektvoll. Wir sind an Ihrer Seite bei frühen und späten Fehlgeburten, bei Totgeburten, bei medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbrüchen sowie im Rahmen einer palliativen Begleitung.

Der Verlust eines Kindes ist ein tief einschneidendes Ereignis für die gesamte Familie. Es ist uns ein besonderes Anliegen, betroffene Eltern und ihre Angehörigen in dieser Zeit achtsam zu begleiten und ihnen Halt zu geben. Dabei steht Ihnen das Team der Frauenklinik verlässlich zur Seite.

Angebote:
Klinikseelsorge
S. Märthesheimer Psychologin
Sternenkinder Fotograf
Nordfriedhof, Ökumenische Hospizgruppe Gerresheim


Gedenkfeier für Schmetterlings- und Sternenkinder: Sonntag, 3. Mai 2026, 15 Uhr, Heilig-Geist-Kapelle auf dem Uniklinik-Gelände

Tot geborene oder kurz nach der Geburt verstorbene Kinder werden als Schmetterlingskinder oder Sternenkinder bezeichnet. Eltern, die ein Kind um die Geburt herum verlieren, erleben wie flüchtig das Leben ihres kleinen Kindes ist. Kaum ist es im Mutterleib entstanden, geht es wieder in eine Welt, zu der sie keinen Zugang haben. Das Symbol des Schmetterlings drückt diese Empfindung aus:  etwas Wunderschönes und Geliebtes fliegt einfach davon, ohne dass wir es festhalten können. Es gibt zugleich die Hoffnung, dass die Kinder in eine Welt weiterziehen, die warm und bunt ist wie eine Sommerwiese und dem Himmel nah.

Zusammen mit der Seelsorge laden die Mitarbeitenden der Frauen- und der Kinderklinik zur Gedenkfeier für Schmetterlings- bzw. Sternenkinder ein und geben diesen Empfindungen Raum. Die Klinikkapelle wird zu einem behüteten Raum, in dem die kleinen Lebewesen geehrt und in Liebe an sie gedacht wird.

Während der Gedenkfeier erhalten Eltern einen Schmetterling und einen Stift. Auf dem Schmetterling können sie den Namen und den Geburtstag ihres Kindes notieren. Wenn Eltern ihrem Kind noch keinen Namen gegeben haben, können Sie auch eine andere Bezeichnung wählen: „Unser Sternchen“, „Engelchen“ oder Ähnliches. Die Eltern können ihren Schmetterling in grüne Frühlingszweige zu hängen und eine Kerze für ihr Kind zu entzünden.

Im Anschluss an die Gedenkfeier sind alle eingeladen, bei Kaffee und Gebäck zusammenzubleiben.

Eingeladen sind alle Eltern, die ihr Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben – ganz gleich, wie lange das Ereignis zurückliegt. 

Auch Großeltern, Geschwister, weitere Familienmitglieder und Freundinnen und Freunde sind herzlich willkommen.

Damit wir besser planen können, melden Sie sich gerne bei der Koordinatorin Sarah.Maerthesheimer@med.uni-duesseldorf.de an. Auch wenn Sie spontan kommen wollen, sind sie herzlich willkommen.

Gestaltung der GedenkfeierPfarrerin Simone Bakus, Evangelische Klinikseelsorge 
Gemeindereferentin Markéta Jahneke, Katholische Klinikseelsorge
Dr. Sarah Märthesheimer, Psychologin in der Geburtshilfe
sowie Mitarbeitende der Frauen- und Kinderklinik
Ansprache: Pfarrerin Simone Bakus
Musik:Mediziner-Chor der HHU, Leitung Kimi Jöhren
Michael Stawinski, Gitarre
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